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Politik

Viola Amherd verlässt die Landesregierung per Ende März

Verteidigungsministerin Viola Amherd hat am Mittwoch ihren Rücktritt aus der Landesregierung angekündigt. Über einen Rücktritt war seit Längerem spekuliert worden.
online@suedostschweiz.ch
15.01.2025, 14:23 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Sie stelle ihr Amt per Ende März nach gut sechs Jahren zur Verfügung, sagte Amherd in Bern vor den Medien. Die Rücktrittsankündigung erfolgt wenige Wochen, nachdem Amherd ihr Präsidialjahr beendet hat. Der Rücktritt von Mitte-Präsident Gerhard Pfister Anfang dieser Woche befeuerte die Gerüchte über einen Rücktritt Amherd von Neuem. Nun herrscht Klarheit.

Die 62-jährige Mitte-Politikerin aus Brig-Glis (Wallis) ist seit 2019 Mitglied der Landesregierung und folgte auf Doris Leuthard.

Besonders das Präsidialjahr werde ihr in guter Erinnerung bleiben, sagte sie vor den Medien in Bern. Die Ziele, welche sie sich fürs Präsidialjahr gesteckt habe, seien erreicht. Als Herausforderung sehe sie die zunehmende Polarisierung in der Politik und das vermehrte Durchsetzen von Partikularinteressen als reine Machtausübung. 

Amherd: «Wichtige Pflöcke eingeschlagen»

Viola Amherd hat bei ihrer Rücktrittsankündigung die Überzeugung geäusssert, im Amt einige wichtige Pflöcke eingeschlagen zu haben. Nicht alles sei perfekt gelaufen. Für die Nachfolgerin oder den Nachfolger bleibe Arbeit zu tun.

Besonders das Präsidialjahr werde ihr in guter Erinnerung bleiben, sagte sie vor den Medien in Bern. Die Ziele, welche sie sich fürs Präsidialjahr gesteckt habe, seien erreicht. Als Herausforderung sehe sie die zunehmende Polarisierung in der Politik und das vermehrte Durchsetzen von Partikularinteressen als reine Machtausübung. 

«Viele Kampagnen erlebt und eigentlich gut überstanden»

Der Entscheid über den Rücktritt sei der einzige, den ein Bundesratsmitglied selber treffen könne, sagte Bundesrätin Amherd zur Frage, wie ihre Ankündigung nach der SVP-Aufforderung nach ihrem Rücktritt zu lesen sei. Sie habe viele Kampagnen erlebt und eigentlich gut überstanden.

Kritik müsse man immer ernst nehmen, sagte Viola Amherd am Mittwoch in Bern vor den Medien, und es gebe immer Verbesserungspotenzial. «Laufend Risiken aufzuzeigen und zu markieren, damit man ihnen nachgehen kann, ist für mich seriöse Projektarbeit.» Projekte würden immer Risiken bergen.

Amherd äusserte sich auch zur Zeit, die nach ihrer Ankündigung bis zur Wiederbesetzung ihres Sitzes bleibe. «Ich bin fast Seniorin in meinem Departement. Kein anderer Chef ist so lange geblieben», sagte sie. «Ich blieb, weil die Weltlage nicht so schön ist und weil es spannend war.»

Das Departement habe gute Mitarbeitende, und eine neue Person an der Spitze könne sich sehr gut einarbeiten. «In den nächsten Jahren dürfte sich die Situation nicht entspannen», sagte Amherd. «Ich kann deshalb nicht bleiben, bis die Weltlage sich entspannt hat und mit dem Rollator einfahren.» (sda)

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