Politischer Geschlechtergraben vergrössert sich seit 1990
Ausgewertet wurden dazu sämtliche Abstimmungsanalysen seit 1990. Die Befragten mussten angeben, wo sie sich auf einer Skala von 0 (ganz links) bis 10 (ganz rechts) verorten. 2010 bezeichneten sich 35 Prozent der Frauen zwischen 18 und 29 Jahren als links. Inzwischen sind es 52 Prozent. Von den gleichaltrigen Männern fühlt sich nur jeder Dritte links. Dafür hat der Anteil jener, die sich rechts positionieren, seit 2010 von 29 auf 43 Prozent zugenommen.
Einen Geschlechtergraben gibt es aber nicht nur bei den Jungen, sondern auch bei den Älteren. Die durchschnittliche Differenz zwischen dem Ja-Stimmen-Anteil von Männern und Frauen bei Abstimmungen hat sich seit 2015 vergrössert.
Laut «NZZ am Sonntag» liegt ein Grund für das Auseinanderdriften der Geschlechter in der neuen Frauenbewegung.