Mutmasslicher Islamist soll nicht im Auftrag des Iran gehandelt haben
Anti-Terror-Ermittler durchsuchten in der Nacht zum Sonntag die Wohnung des 32-Jährigen. Der Mann sei verdächtig, sich für eine Tat die Giftstoffe Cyanid und Rizin besorgt zu haben, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, die Polizei Recklinghausen und die Polizei Münster in der Nacht zum Sonntag mit.
Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hatte im Dezember gesagt, die vom Iran betriebene «Ausforschung von jüdischen Einrichtungen oder von Zielen, die mit dem Staat Israel in Verbindung zu bringen sind» habe sich verstärkt. Haldenwang sagte damals: «Wir müssen davon ausgehen, dass dies geschieht, um zu einem bestimmten Zeitpunkt Massnahmen gegen diese Ziele vornehmen zu können.» Gleichzeitig wies er auf die weiterhin hohe Gefahr islamistischer Anschläge, insbesondere durch selbstradikalisierte Einzeltäter, hin. Im Iran ist der schiitische Islam Staatsreligion. Zu den religiösen Minderheiten in der Islamischen Republik gehören sunnitische Muslime und Christen.