Spannungen im Libanon - ein Toter und mehrere Verletzte
Seit dem frühen Morgen versammelten sich Anwohner in Orten im Süden nahe der israelischen Grenze, wie die Staatsagentur NNA berichtete. In sozialen Medien machten Fotos und Videos die Runde von Anwohnern mit gelben Fahnen der Hisbollah. In einem Video kam eine Gruppe von Anwohnern vor einem israelischen Panzer zum Stehen, andere versammelten sich vor Blockaden der israelischen Armee auf Landstrassen. Teils kam es zu Stau.
Die israelische Armee warnte Anwohner vor einer Rückkehr in ihre Wohnorte und warf der Hisbollah vor, die Spannungen anzuheizen. Man werde über Orte für eine sichere Rückkehr im Süden informieren. «Bis dahin bitten wir Sie, abzuwarten.» Bisherige Anordnungen über nicht zugängliche Gebiete blieben wirksam.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte bereits angekündigt, dass sich der für heute geplante Abzug der Armee aus dem Südlibanon verzögern wird. Der Libanon habe seinen Teil der Vereinbarung, nämlich ein zügiges Nachrücken der eigenen Armee, nicht vollständig umgesetzt, teilte Netanjahus Büro mit. Dies soll die Einhaltung der Waffenruhe sicherstellen und eine Rückkehr der Hisbollah verhindern. Die libanesische Armee wiederum erklärte, sie könne ihre Truppen im Süden bisher nicht wie vereinbart stationieren.