Europol soll bei Ermittlungen zu gesunkenem Migrantenboot helfen
Der Schleuserring soll allein in den vergangenen Monaten bis zu 18 Schleuserfahrten übers Mittelmeer aus Libyen nach Italien organisiert haben. Die neun Männer gehörten zu den 104 Überlebenden, die nach dem Untergang des Fischkutters gerettet wurden. Sie seien durch Aussagen anderer Überlebender identifiziert worden, hiess es. Dem Zeitungsbericht zufolge gab einer der Festgenommenen zu, Geld für Arbeiten an Bord erhalten zu haben. Die anderen stritten alle Vorwürfe ab. Sie sollen am Montag dem Staatsanwalt vorgeführt werden.
Am Mittwoch war ein mit 500 bis 700 Migranten völlig überfüllter Fischkutter auf dem Weg von Afrika nach Europa gesunken. 78 Menschen wurden tot geborgen. Die anderen Passagiere befanden sich der Küstenwache zufolge unter Deck und wurden mit dem Boot in die Tiefe gerissen. Der Unglücksort rund 50 Seemeilen südwestlich der Halbinsel Peloponnes liegt genau über dem Calypsotief - mit mehr als 5000 Metern die tiefste Stelle des Mittelmeers.