Zum Hauptinhalt springen
Politik

Zehn Prozent der Bevölkerung haben 2021 die Wohnung gewechselt

Wer in der Schweiz zügelt, den zieht es oft nicht weit weg. Vier von zehn Umzügern tun dies im Radius von lediglich zwei Kilometern.
Agentur sda
18.11.2022, 09:28 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Im Jahr 2021 haben insgesamt 10,1 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Wohnung gewechselt. Das ist verglichen mit dem Vorjahr 2020 ein leichter Rückgang um 0,2 Prozentpunkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Nahezu drei Viertel der Personen, die 2021 umgezogen sind, blieben im gleichen Kanton. 15 Prozent wechselten den Kanton und 11 Prozent zogen ins Ausland.

Der Kanton Basel-Stadt wies mit 12,8 Prozent der Bevölkerung die höchste Umzugsrate auf, im Kanton Uri war sie mit 7,7 Prozent am tiefsten. Graubünden liebt mit einer Quote von 9,3 Prozent im Mittelfeld.

Bewohnerinnen und Bewohner von Städten neigen in der Schweiz eher zum Zügeln (11 Prozent) als «Landeier» (8,1 Prozent). Am häufigsten ziehen 20- bis 35-jährige Menschen um (21,3 Prozent). In Chur liegt die Umzugsquote bei 10,4 Prozent, wobei 55,4 Prozent davon innerhalb von Chur umziehen und 21,9 Prozent innerhalb des Kantons. Nur 16,4 Prozent ziehen in einen anderen Kanton und 6,3 Prozent ins Ausland.

Schweizerinnen und Schweizer waren mit einem Umzugsanteil von 8,4 Prozent deutlich sesshafter als ausländische Staatsangehörige mit 15,1 Prozent. Männer wechseln etwas häufiger die Wohnung als Frauen.

Im Durchschnitt lagen die alten und neuen Wohnorte 13 Kilometer auseinander. In knapp 40 Prozent der Fälle lag der Radius bei maximal zwei Kilometern. Nur jede neunte Person zog in eine neue Bleibe, die mehr als 30 Kilometer vom alten Wohnort entfernt lag.

Zehn Prozent der Bevölkerung haben 2021 die Wohnung gewechselt | Südostschweiz