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Eine Corona-Abteilung für das Bündner Gesundheitsamt

Mit zusätzlichen Personalressourcen und definierten Abläufen wird sichergestellt, dass der Kanton die Aufgaben, welche im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, effizient erfüllen kann. Zu diesem Zweck wird dem Gesundheitsamt Graubünden eine neue Abteilung angegliedert.

Südostschweiz
Donnerstag, 06. August 2020, 11:26 Uhr Maskenpflicht weiterhin eine Überlegung
Coronavirus Bündner Regierung Livestream online
Die Bündner Regierung hat eine Covid-Abteilung geschaffen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Mit der Zurückstufung auf die besondere Lage durch den Bundesrat am 22. Juni wurden die Kantone mit dem Vollzug von Massnahmen zur Eindämmung der Covid‑19‑Epidemie verpflichtet. So beispielsweise mit der Vergabe von Ausnahmebewilligungen für Veranstaltungen, der Meldestelle für einreisende Personen aus dem Ausland oder der Durchführung des Contact Tracing. 

Schaffung einer Covid‑19‑Abteilung beim Gesundheitsamt

Um die vom Bund übertragenen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Coronavirus längerfristig bewältigen zu können, hat der Kanton eine Organisation unter der Leitung des Gesundheitsamts beschlossen. Dazu wird eine eigentliche Covid‑19‑Abteilung beim Gesundheitsamt geschaffen, welche mit Fachpersonen aus den Bereichen Organisation, Gesundheit, Recht und Kommunikation besetzt ist.

Die Finanzierung der zusätzlichen Lohnsummen erfolge im Jahr 2020 über eine Umlagerung nicht beanspruchter Lohnbudgets, heisst es. Für die Jahre 2021 und 2022 werde dem Grossen Rat ein entsprechender Verpflichtungskredit beantragt.

Die neue Covid‑19‑Abteilung des Gesundheitsamts wird Anfang September die Räumlichkeiten des Amts für Jagd und Fischerei an der Loestrasse 14/16 übernehmen und vorerst 16 Arbeitsplätze einrichten, welche für das Contact Tracing oder übrige Covid‑19-Arbeiten genutzt werden, heisst es weiter.

Grossveranstaltungen und Maskenpflicht diskutiert

Ausserdem hat die Regierung diskutiert, unter welchen Voraussetzungen Grossveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmenden allenfalls wieder zuzulassen wären. Ebenfalls diskutiert wurde die Ausweitung der Maskenpflicht auf öffentlich zugängliche Räume, also zum Beispiel in Restaurants, Einkaufsläden oder am Postschalter. Beschlüsse wurden noch keine gefasst. Diese hingen von der weiteren Entwicklung der Fallzahlen ab, schreibt die Regierung. 

Derzeit sind im Kanton Graubünden im Zusammenhang mit Covid-19 28 Personen in Insolation und 69 Personen in Quarantäne. Eine Person befindet sich in Spitalpflege. Die Zahlen können täglich stark schwanken.

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