Zugspitze: Felssturz sorgt für grosse Staubwolke – Gestein bröckelt weiter
Auf einem Kamm an der deutsch-österreichischen Grenze ist es zu einem grösseren Felsabbruch gekommen. Das Gestein begann sich am Dienstag zu lösen, am Mittwoch setzte sich der Abbruch fort. Das genaue Ausmass lässt sich bislang nicht bestimmen.
Zugspitze: Fels bröckelt weiter
«Da löst sich immer wieder was», sagte Franz Dörfler, stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau. «Anscheinend bröselt es jetzt auch wieder nach.»
Wie viel Material abgebrochen ist, kann die Bergwacht nicht genau beziffern. Das Gebiet ist nicht zugänglich und die betroffene Stelle schwer einsehbar. Mitarbeiter der Zugspitzbahnen beobachten die Lage deshalb aus der Ferne. Gebäude und Wege wurden nicht getroffen.
Solche Ereignisse sind auf dem 2962 Meter hohen Berg laut Dörfler inzwischen keine Überraschung mehr. Die Dimension des aktuellen Abbruchs sei allerdings ungewöhnlich. «In dem Ausmass ist es definitiv nicht öfter, aber es ist auch nicht überraschend», sagte Dörfler.
Schwindender Permafrost begünstigt Felsabbrüche
Nach Dörflers Worten hält der Permafrost das Gestein auf der Zugspitze zusammen. Durch den Klimawandel und steigende Temperaturen schwindet er zunehmend.
Damit wächst auch die Gefahr weiterer Abbrüche. Dörfler zufolge nehmen diese mit dem Rückgang des Permafrosts zu.
Mit Material von Keystone-SDA