Zum Hauptinhalt springen
Panorama

Wespen beim Essen: Diese 5 einfachen Tipps halten sie vom Tisch fern

Kaum steht im Sommer das Essen auf dem Tisch, sind die ersten Wespen da. Mit einigen einfachen Tricks lassen sich die ungebetenen Gäste auf Abstand halten.
Nikola Brankovic
heute um 10:23 Uhr

Besonders im Spätsommer können die Tiere ziemlich hartnäckig werden. Das hat einen Grund: Während Wespen im Frühsommer vor allem eiweissreiche Nahrung für die Versorgung ihrer Larven benötigen, verändert sich im späteren Verlauf des Sommers ihr Verhalten. Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke werden dann besonders interessant.

1. Essen und Getränke möglichst abdecken

Der einfachste Tipp ist gleichzeitig einer der wichtigsten: Wespen gar nicht erst unnötig anlocken.Süsse Getränke, Kuchen, Früchte und andere Lebensmittel sollten im Freien möglichst abgedeckt werden. Essensreste räumt man am besten direkt nach der Mahlzeit weg.

Besondere Vorsicht gilt bei offenen Getränkedosen und Flaschen. Eine Wespe kann unbemerkt hineinkrabbeln. Vor dem Trinken sollte deshalb immer kontrolliert werden, ob sich ein Tier darin befindet. Noch besser sind verschliessbare Flaschen oder ein Trinkhalm.

2. Wespen nicht wegpusten oder nach ihnen schlagen

Wenn eine Wespe über dem Teller kreist, ist der erste Reflex häufig, sie wegzuschlagen. Genau das sollte man vermeiden.

Hektische Bewegungen können von den Tieren als Bedrohung wahrgenommen werden. Auch das Wegpusten ist keine gute Lösung: Das Kohlendioxid in der Atemluft kann Wespen alarmieren.

Besser ist es, ruhig zu bleiben und hektische Bewegungen zu vermeiden. Meist verschwinden die Tiere wieder, wenn sie keine interessante Nahrungsquelle finden.

3. Mit einer Sprühflasche einen Regenschauer simulieren

Statt eine Wespe wegzuschlagen, kann eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche helfen. Ein feiner Wassernebel kann für das Tier wie einsetzender Regen wirken.

Die Wespe zieht sich dann häufig zurück und sucht Schutz. Wichtig: Die Tiere nicht mit einem harten Wasserstrahl beschiessen, sondern lediglich einen feinen Sprühnebel verwenden.

Praktisch ist der Trick vor allem auf Balkon oder Terrasse: Eine kleine Sprühflasche lässt sich während der Wespensaison einfach griffbereit aufbewahren.

4. Kein süsses Ablenkungsfutter neben den Tisch stellen

Ein Schälchen mit Marmelade oder überreifen Früchten einige Meter entfernt aufstellen und die Wespen damit vom eigenen Essen weglocken? Dieser häufig empfohlene Trick kann auch nach hinten losgehen.

Denn zusätzliche süsse Nahrung kann überhaupt erst weitere Wespen in die Umgebung locken. Haben die Tiere eine ergiebige Nahrungsquelle entdeckt, können sie zudem wiederholt dorthin zurückkehren.

Wer möglichst wenig Wespen am Tisch haben möchte, sollte daher eher versuchen, attraktive Nahrungsquellen rund um den Sitzplatz zu reduzieren.

5. Starke Düfte können Wespen stören – Wunder sollte man aber nicht erwarten

Immer wieder werden auch Basilikum, Knoblauch, Nelken, Zitronen oder bestimmte ätherische Öle als Hausmittel gegen Wespen empfohlen.

Einige intensive Gerüche können für die Tiere unangenehm sein. Eine zuverlässige Wespenabwehr sind solche Hausmittel allerdings nicht. Besonders wenn süsse Speisen oder andere attraktive Nahrungsquellen auf dem Tisch stehen, dürfte eine Pflanze daneben allein wenig ausrichten.

Wer es ausprobieren möchte, kann beispielsweise Basilikum auf den Tisch stellen oder eine aufgeschnittene Zitrone mit Nelken versehen. Wichtiger bleiben jedoch das Abdecken von Lebensmitteln und ein ruhiger Umgang mit den Tieren.

Warum sind Wespen im Spätsommer besonders lästig?

Dass Wespen gerade im August und September häufiger am Esstisch auftauchen, hängt mit ihrem natürlichen Lebenszyklus zusammen.

Im Laufe des Sommers verändert sich der Nahrungsbedarf im Wespenstaat. Die Arbeiterinnen sind zunehmend auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung – und werden dabei schnell bei Kuchen, Früchten, Glacé oder Süssgetränken fündig.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Wespen Menschen grundsätzlich angreifen wollen. Häufig sind sie schlicht auf Nahrungssuche. Wer ruhig bleibt, Lebensmittel abdeckt und nicht nach den Tieren schlägt, kann das Risiko unangenehmer Begegnungen deutlich reduzieren.