Vom Engadin zum Kastaniensammeln ins Bergell – diese Regel sollten Ausflügler kennen
Vom Engadin führt der Weg über den Malojapass ins Bergell. Dort gehört die Kastanienernte zum Herbst: Im Oktober und November werden die braunen Früchte gesammelt und aus ihren stacheligen Hüllen gelöst. Rund um Brentan oberhalb von Castasegna lässt sich die Kastanienlandschaft auf einem Lehrpfad entdecken. Wer beim Spaziergang Esskastanien mit nach Hause nehmen möchte, sollte sich vorher über die Sammelregeln informieren. Denn die Kastanienhaine sind Privatbesitz.
Kastanien sammeln ist in der Zone Brentan erlaubt
Bregaglia Maloja Turismo weist ausdrücklich darauf hin: Für Besucher ist das Sammeln ausschliesslich in der Sammelzone Brentan oberhalb von Castasegna erlaubt. Dort dürfen pro Person und Tag höchstens zwei Kilogramm für den Eigenbedarf mitgenommen werden.
Die Freigabe gilt damit für die ausgewiesene Sammelzone. Sie bedeutet nicht, dass Ausflügler auch in den übrigen Kastanienhainen des Bergells Früchte einsammeln dürfen.
Ein Lehrpfad erklärt die Kastanienlandschaft
Auch ohne gefüllte Tasche lohnt sich ein Spaziergang durch Brentan. Informationstafeln entlang des Kastanienlehrpfads erklären den Anbau sowie die örtliche Tier- und Pflanzenwelt.
Zur Bergeller Kastanienkultur gehören ausserdem die traditionellen Dörrhäuser, die sogenannten Cascine. Darin werden Kastanien bis zu fünf Wochen über einem schwelenden Feuer getrocknet. Anschliessend werden sie geschält und unter anderem zu Mehl verarbeitet. Eine Modellhütte in Brentan veranschaulicht das Verfahren.