Unwetter in Spanien: Fünf Tote nach Überschwemmungen – So ist die Lage auf Mallorca
Nach den heftigen Regenfällen an Spaniens Mittelmeerküste hat sich die Lage weitgehend entspannt. In der besonders stark betroffenen Region Valencia wurden sämtliche Unwetterwarnungen aufgehoben. Auch die zeitweise für mehr als 800'000 Menschen geltenden Ausgangsbeschränkungen sind ausser Kraft. Auf den Balearen, darunter Mallorca, gilt vorerst noch die gelbe Warnstufe.
Unwetter in Spanien: Mehr als 450 Menschen gerettet
Am Montag sorgte das Sturmtief «Adam» vor allem in Valencia für schwere Überschwemmungen. Flüsse traten über die Ufer, Wassermassen rissen Autos mit sich und überfluteten Häuser, Strassen und Campingplätze. Mehr als 450 Menschen mussten gerettet werden. Drei Menschen kamen in der Region Valencia ums Leben, je ein weiteres Todesopfer wurde in Katalonien und Andalusien gemeldet.
Besonders viel Regen fiel in Oliva, rund 70 Kilometer südlich von Valencia. Dort wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 530 Liter pro Quadratmeter gemessen. In Pego in der Provinz Alicante waren es sogar über 620 Liter. Zum Vergleich: In Hamburg fallen im langjährigen Durchschnitt weniger als 800 Liter Niederschlag pro Quadratmeter im Jahr.
Mehrere Strassen bleiben gesperrt. Gebäude müssen von Schlamm und Wasser befreit werden. In sechs besonders betroffenen Orten blieben die Schulen zunächst geschlossen.
Mallorca: Sonne und über 20 Grad nach dem Unwetter
Mallorca und die Nachbarinseln kamen vergleichsweise glimpflich davon. Dennoch verzeichneten die Rettungsdienste rund 300 Zwischenfälle. Dazu gehörten umgestürzte Bäume, überflutete Gebäude und Strassen sowie mögliche Einsturzgefahren. Der Flugverkehr war erheblich beeinträchtigt, der Schulunterricht wurde vorsorglich abgesagt.