Tausende Raupen fressen im Sarganserland Wiesen kahl – das rät der Kanton
Abgefressene Grasflächen, Raupen auf Wegen und an Fassaden: Seit September sorgt ein massenhaftes Auftreten der Einpunkt-Graseule im Sarganserland für Probleme. Nach Angaben des St. Galler Landwirtschaftsamts gegenüber SRF reichen die gemeldeten Schäden von Wartau bis zum Walensee. Für betroffene Landwirtschaftsbetriebe bedeutet das weniger Futter. Ein Bauer aus Sargans berichtet SRF, der geplante letzte Grasschnitt sei deutlich kleiner ausgefallen, weil die Raupen die Gräser weggefressen hätten.
Welche Raupe steckt hinter der Plage?
Die Tiere werden der Einpunkt-Graseule, wissenschaftlich Mythimna unipuncta, zugeordnet. Es handelt sich um einen Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter. Seine Raupen ernähren sich vor allem von Gräsern.
Das St. Galler Amt für Natur, Jagd und Fischerei ordnet das aktuelle Auftreten als natürliche Massenvermehrung einheimischer Eulenraupen ein. Es sei nicht mit der Ausbreitung einer eingeschleppten, invasiven Art gleichzusetzen. Solche Massenvermehrungen können örtlich und zeitlich begrenzt auftreten; warmes und trockenes Wetter kann sie begünstigen.
Auch in Balzers wurden Raupen gemeldet
Die Meldungen beschränken sich nicht auf die Schweizer Seite des Rheins. Die Gemeinde Balzers in Liechtenstein informierte bereits am 6. Oktober über erste Ansammlungen. Nach bisherigem Kenntnisstand handle es sich ebenfalls um Raupen der Einpunkt-Graseule.