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Panorama

Swiss Life steigert Gewinn deutlich – trotzdem fallen jetzt 600 Stellen weg

Swiss Life verdient im ersten Halbjahr deutlich mehr. Gleichzeitig kündigt der Versicherer einen grossen Stellenabbau an. Auch Hunderte Arbeitsplätze in der Schweiz sind betroffen.
Nikola Brankovic

Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life baut in den kommenden Jahren rund 600 Stellen ab. Das hat das Unternehmen am Dienstagmorgen zusammen mit seinen Halbjahreszahlen bekannt gegeben. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Ankündigung: Wirtschaftlich läuft es für Swiss Life derzeit gut. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Reingewinn um 8 Prozent auf 649 Millionen Franken.

Rund 300 Stellen in der Schweiz betroffen

Bis Ende 2028 will Swiss Life gruppenweit rund 600 Stellen abbauen. Rund die Hälfte davon entfällt auf Swiss Life in der Schweiz. Die andere Hälfte betrifft Swiss Life Asset Managers, wobei diese Stellen vor allem im Ausland angesiedelt sind.

Der Stellenabbau hat bereits begonnen. Durch die selektive Besetzung offener Positionen wurden laut Swiss Life bereits rund 100 Stellen reduziert. Bis Ende 2026 sollen rund 100 weitere Stellen wegfallen.

Ein grosser Teil des gesamten Abbaus soll allerdings über die natürliche Fluktuation erfolgen. Das bedeutet beispielsweise, dass Stellen von Mitarbeitenden, die das Unternehmen verlassen, teilweise nicht neu besetzt werden.

Betroffene Mitarbeitende will Swiss Life bei der beruflichen Neuorientierung individuell begleiten und unterstützen.

Swiss Life begründet Stellenabbau mit Effizienz und Digitalisierung

Swiss Life begründet den Schritt mit seinen langfristigen Wachstumsplänen und einer höheren Effizienz. Dabei spielt auch die fortschreitende Digitalisierung eine Rolle. Konzernchef Matthias Aellig erklärt, Swiss Life wolle seine Position und Effizienz stärken, um weitere Marktchancen schneller nutzen zu können.

Der Stellenabbau erfolgt damit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern steigende Geschäftszahlen präsentiert.

Neben dem Reingewinn von 649 Millionen Franken stiegen auch die Prämieneinnahmen. Diese erreichten im ersten Halbjahr 12,3 Milliarden Franken und legten in lokaler Währung um 3 Prozent zu.

Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in der Schweiz: Hier erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 7 Prozent auf 6,75 Milliarden Franken.

Swiss Life kündigte gleichzeitig ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Zwischen Oktober 2026 und Ende März 2027 will das Unternehmen eigene Aktien im Umfang von 250 Millionen Franken zurückkaufen. Der Stellenabbau soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein.