Sergej Tschepikow (†59): Was ist zur Todesursache bekannt?
Der russische Biathlonsport trauert um einen seiner erfolgreichsten Athleten. Sergej Tschepikow starb im Alter von 59 Jahren im September 2026. Der zweimalige Olympiasieger blickte auf eine lange Sport-Karriere zurück, bevor er später in die Politik wechselte.
Sergej Tschepikow: Tod nach längerer Krankheit
Der russische Biathlonverband machte den Tod des früheren Spitzensportlers öffentlich und teilte mit, dass Tschepikow längere Zeit krank gewesen sei. Um welche Erkrankung es sich handelte, blieb offen. Auch eine konkrete medizinische Todesursache wurde nicht genannt. In Medienberichten ist von einer möglichen Krebserkrankung die Rede.
Vom Olympiasieger zum Politiker
Seine grössten sportlichen Erfolge feierte Tschepikow über einen ungewöhnlich langen Zeitraum. 1988 gewann er in Calgary mit der sowjetischen Staffel erstmals olympisches Gold. Sechs Jahre später triumphierte er für Russland im Sprint von Lillehammer. Insgesamt holte er bei Winterspielen sechs Medaillen. Die letzte kam 2006 in Turin hinzu, als der damals 39-Jährige mit der russischen Staffel Silber gewann.
Hinzu kamen zwei Siege im Gesamtweltcup sowie zahlreiche Medaillen bei Weltmeisterschaften. Zwischenzeitlich wechselte Tschepikow zum Skilanglauf und nahm 1998 in dieser Disziplin an den Olympischen Winterspielen teil. 2007 beendete er seine aktive Laufbahn endgültig.
Danach schlug er eine politische Laufbahn ein. 2016 zog er für Einiges Russland in die Staatsduma ein. Im Februar 2022 unterstützte er dort eine Resolution, die Präsident Wladimir Putin zur Anerkennung der selbsternannten «Volksrepubliken» Donezk und Luhansk aufforderte. In der Folge belegten ihn unter anderem die EU und die USA mit Sanktionen.