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Panorama

Schwarze Punkte an der Autoscheibe: Das steckt dahinter

Der schwarze Rand einer Windschutzscheibe fällt kaum auf, die kleinen Punkte daran noch weniger. Dabei steckt hinter dem Muster mehr als eine gestalterische Entscheidung.
David Hahn

An den Rändern vieler Windschutzscheiben zieht sich ein schwarzes Band entlang, das sich zur Scheibenmitte hin in einem Punktraster verliert. Dieser sogenannte Siebdruckrand erfüllt mehrere Aufgaben. Auch die zunehmend kleiner werdenden Punkte haben neben der optischen eine technische Funktion.

Der schwarze Rand schützt die Verklebung

Der dunkle Streifen besteht aus Keramikfarbe, die dauerhaft mit der Scheibe verbunden ist. Sie schützt den darunterliegenden Klebstoff vor UV-Strahlung und verhindert so, dass das Material durch die Sonneneinstrahlung beeinträchtigt wird.

Zugleich verdeckt der Siebdruckrand die Befestigung der Windschutzscheibe an der Karosserie. Kleber und mögliche Unregelmässigkeiten sind dadurch von aussen nicht zu sehen.

Darum werden die schwarzen Punkte immer kleiner

Das Punktraster lässt die dunkle Fläche optisch sanft auslaufen. Hinter der Anordnung steckt jedoch auch ein technischer Grund: Die schwarze Keramik nimmt beim Erhitzen mehr Wärme auf als der transparente Bereich. Die Abstufung trägt dazu bei, Temperaturunterschiede während der Produktion abzumildern und optische Verzerrungen zu reduzieren.

Bei manchen Fahrzeugen findet sich eine grössere Punktfläche hinter dem Innenspiegel. Dort dunkelt sie die Scheibe leicht ab und reduziert die Sonneneinstrahlung. Das kann den Blick in den Spiegel angenehmer machen.