Sarah Khalifa: Todesstrafe für TV-Moderatorin – Was wird ihr vorgeworfen?
Die ägyptische TV-Moderatorin Sarah Khalifa ist in einem grossen Drogenprozess zum Tod verurteilt worden. Das Gericht befand sie und elf weitere Angeklagte für schuldig. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, Teil einer kriminellen Organisation gewesen zu sein, die Ausgangsstoffe für synthetische Drogen aus dem Ausland beschaffte und die hergestellten Substanzen in den Handel brachte Khalifa bestreitet eine Beteiligung. Ihr Anwalt will gegen das Urteil vorgehen.
Warum wurde Sarah Khalifa zum Tode verurteilt?
Insgesamt standen 28 Personen vor Gericht. Zwölf von ihnen wurden zum Tod verurteilt, neun erhielten lebenslange Freiheitsstrafen, sieben wurden freigesprochen. Die zum Tod Verurteilten wurden zudem mit jeweils 500'000 ägyptischen Pfund gebüsst.
Die mutmassliche Organisation soll arbeitsteilig vorgegangen sein. Laut Staatsanwaltschaft waren verschiedene Beteiligte für die Beschaffung, Herstellung, Lagerung und den Vertrieb zuständig. Im Verlauf der Ermittlungen wurden mehr als 750 Kilogramm Drogen und Rohstoffe sichergestellt.
Die Anklage stützte sich auf die Aussagen von 20 Zeugen sowie auf digitale Beweismittel, darunter Nachrichten, Fotos und Videos. Den Beschuldigten wurde zudem der Besitz nicht lizenzierter Schusswaffen und Munition vorgeworfen.
Welche Rolle Sarah Khalifa gespielt haben soll
Die Staatsanwaltschaft wirft Khalifa vor, Teile der Operation finanziert zu haben. Sie soll zudem ins Ausland gereist sein, um sich mit führenden Mitgliedern des Netzwerks zu treffen, und als Verbindung zu Beteiligten in Ägypten fungiert haben.