QR-Code für WhatsApp-Gruppe im Briefkasten? Darauf solltest du achten
Einander aushelfen, einen Apéro organisieren oder Neuigkeiten aus dem Haus austauschen: Ein Gruppenchat kann das Zusammenleben erleichtern. In mehreren Liegenschaften in Winterthur und Zürich sorgen solche Einladungen jedoch für Verunsicherung. Der Grund: Es ist nicht bekannt, wer die Gruppen initiiert hat.
Nachtrag vom 10. September 2026: Inzwischen ist die Urheberschaft der WhatsApp-Gruppen geklärt. Hinter den Gruppen steht der Schweizer Verein Plauder.org. Plauder nach eigenen Angaben das Ziel, ein Netzwerk aus lokalen Nachbarschaftsgruppen aufzubauen. Gegründet wurde er von Philipp Semmler und Stefan Godly, die als Co-Präsidenten amtieren. Sie haben sich als Verantwortliche zu erkennen gegeben. Sie räumen ein, dass bei den ersten Einladungen nicht ausreichend ersichtlich gewesen sei, wer hinter den Gruppen steht. Auch die virtuelle Person «Andrea Plauder» sei nicht überall eindeutig als solche gekennzeichnet worden. Dieses Vorgehen bezeichnen die Verantwortlichen als kommunikativen Fehler.
Wer steckt hinter den WhatsApp-Gruppen?
In die Briefkästen mehrerer Mehrfamilienhäuser wurden laut SRF Zettel mit QR-Codes eingeworfen. Wer diesen scannt, gelangt zu einer WhatsApp-Gruppe, die für den Austausch unter Nachbarinnen und Nachbarn gedacht ist.
Doch die Urheberschaft ist nicht geklärt. Zwar sind Administratoren aufgeführt, diese geben ihre Identität aber nicht preis und reagieren nicht auf entsprechende Fragen. In einem Winterthurer Haus kannte zudem niemand die junge Frau, deren Foto als Profilbild eines Admins verwendet wurde.
Das macht einige Bewohnerinnen und Bewohner misstrauisch. Sie befürchten, dass Informationen aus dem Chat in falsche Hände geraten könnten. Wer etwa jemanden sucht, der während der Ferien die Blumen giesst, gibt damit möglicherweise preis, wann die eigene Wohnung leer steht. Auch ein möglicher Missbrauch von Namen und Handynummern bereitet den Betroffenen Sorgen.