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Panorama

Plötzlich rote Punkte auf der Haut: Das steckt hinter Rubinflecken

Kleine, leuchtend rote Punkte am Körper sind oft harmlos. Häufen sie sich mit zunehmendem Alter, handelt es sich möglicherweise um sogenannte Rubinflecken.
David Hahn
heute um 12:21 Uhr

Ein roter Punkt hier, ein weiterer dort: Vor allem am Oberkörper können im Laufe der Jahre immer mehr solcher Hautveränderungen auftauchen. Dahinter können Rubinflecken stecken, medizinisch tardive Hämangiome genannt.

Woher kommen die roten Punkte?

Rubinflecken entstehen, wenn sich winzige Blutgefässe direkt unter der Haut erweitern. Die feinen Gefässe liegen dicht beieinander und bilden ein kleines Knäuel, das von aussen als roter Punkt sichtbar wird.

Warum diese Veränderungen entstehen, ist nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen davon aus, dass vor allem die erbliche Veranlagung eine Rolle spielt. Häufig zeigen sich die ersten Flecken ab dem 30. oder 40. Lebensjahr. Mit den Jahren können immer weitere dazukommen. Bereits vorhandene Rubinflecken bilden sich in der Regel nicht von selbst zurück. Sie betreffen Frauen und Männer etwa gleich häufig und verursachen weder Schmerzen noch Juckreiz.

Daran lassen sich Rubinflecken erkennen

Typisch ist ein kleiner, scharf begrenzter und leuchtend roter Fleck mit einer Grösse von etwa einem bis vier Millimetern. Mit der Zeit kann er sich leicht über die Haut erheben und zu einem weichen, flachen Knötchen entwickeln. Dieses ist zunächst hellrot und erscheint später häufig dunkler. Nur selten wächst die Hautveränderung weiter und wird zu einem flach erhabenen Knoten von bis zu etwa einem Zentimeter.

Gelegentlich verfärbt sich ein Rubinfleck dunkel oder beinahe schwarz. Wird die Stelle beispielsweise durch Reibung oder Kratzen gereizt, können sich darin kleine Blutgerinnsel bilden. Eine dunkle Verfärbung ist deshalb nicht automatisch ein Hinweis auf Hautkrebs.

Nicht jeder rote Fleck ist ein Rubinfleck

Auch erweiterte Äderchen, kleine Einblutungen oder entzündliche Hautveränderungen können rötlich aussehen. Verwechselt werden Rubinflecken zudem manchmal mit Blutschwämmchen. Diese treten meist kurz nach der Geburt oder in den ersten Lebenswochen auf, während Rubinflecken typischerweise erst im Erwachsenenalter entstehen.

Tritt eine Hautveränderung neu auf, wächst sie schnell, blutet sie, verändert sie sich deutlich oder sieht sie unregelmässig aus, sollte sie hautärztlich untersucht werden.

Eine Hautärztin oder ein Hautarzt erkennt Rubinflecken meist bereits mit blossem Auge. Zur Absicherung der Diagnose kann kurz mit einem Glasspatel oder einem anderen durchsichtigen Gegenstand auf die Stelle gedrückt werden. Dabei verblasst sie vorübergehend und wird anschliessend wieder rot. Bestehen Zweifel, kann die Haut mit einem Dermatoskop, einer beleuchteten Lupe, genauer untersucht werden. Nur selten ist zusätzlich eine kleine Hautprobe unter örtlicher Betäubung nötig.

Eine Behandlung ist meist nicht nötig

Rubinflecken sind harmlos und müssen aus medizinischer Sicht nicht zwingend behandelt werden. Wer sie als ästhetisch störend empfindet, kann sie bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt entfernen lassen. Am häufigsten kommt dafür eine Laserbehandlung zum Einsatz. Je nach Grösse, Lage und Aussehen können in Einzelfällen auch Kryotherapie, Elektrokoagulation, Sklerotherapie oder die Entfernung mit einer kleinen Stanze infrage kommen. Welche Methode geeignet ist, sollte hautärztlich entschieden werden.

Wer die Flecken aus kosmetischen Gründen entfernen lassen möchte, muss die Kosten häufig selbst tragen. Von einer Entfernung auf eigene Faust ist abzuraten. Rubinflecken sollten weder aufgestochen noch mit Hausmitteln oder frei verkäuflichen Verätzungs- und Vereisungsprodukten behandelt werden. Solche Versuche können Blutungen, Entzündungen, Schmerzen, Narben oder Wundheilungsstörungen verursachen. Zudem besteht die Gefahr, eine andere Hautveränderung fälschlicherweise für einen harmlosen Rubinfleck zu halten.

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