Neue Umfrage vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU fällt auf 7 Prozent | Südostschweiz
Panorama
Neue Umfrage vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU fällt auf 7 Prozent
Zehn Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeigt eine neue Umfrage ein enges Rennen zwischen AfD und SPD. Die CDU erreicht dagegen nur noch 7 Prozent.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Wenige Tage vor der Abstimmung zeichnet eine neue Umfrage ein für die CDU schwieriges Bild. In einer aktuellen INSA-Erhebung im Auftrag des «Nordkurier» erreicht die CDU nur noch 7 Prozent. Stärkste Kraft wäre demnach die AfD mit 36 Prozent, gefolgt von der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 33 Prozent.
AfD liegt bei 36 Prozent, SPD bei 33 Prozent
Die Umfrage sieht derzeit folgende Kräfteverhältnisse:
AfD: 36 Prozent SPD: 33 Prozent Linke: 11 Prozent CDU: 7 Prozent Grüne: 5 Prozent BSW: 4 Prozent
Weitere Parteien werden zusammen mit 4 Prozent ausgewiesen. Die FDP erscheint in der veröffentlichten Auswertung nicht separat.
Damit liegen zwischen AfD und SPD in der INSA-Umfrage nur noch drei Prozentpunkte.
Die SPD hat gegenüber der vorherigen INSA-Erhebung vier Prozentpunkte hinzugewonnen, während die AfD bei 36 Prozent bleibt.
Auch eine zweite Umfrage sieht AfD und SPD eng beieinander
Dass das Rennen an der Spitze enger geworden ist, zeigt auch eine weitere aktuelle Erhebung.
Infratest dimap sieht die AfD bei 35 Prozent und die SPD bei 32 Prozent. Die konkreten Werte unterscheiden sich damit leicht von der INSA-Erhebung, das grundsätzliche Bild an der Spitze ist jedoch ähnlich.
Zur Umfrage: INSA befragte im Auftrag des «Nordkurier» vom 1. bis 8. September 2026 insgesamt 1000 Personen online. Die maximale statistische Fehlertoleranz beträgt ±3,1 Prozentpunkte. Umfragen sind Momentaufnahmen und keine Prognosen.
Umfragen bilden allerdings lediglich die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab. Sie sind keine Vorhersage des tatsächlichen Wahlergebnisses.
CDU erreicht in INSA-Umfrage nur noch 7 Prozent
Besonders auffällig ist der Wert der CDU. Mit 7 Prozent liegt sie in der neuen INSA-Umfrage nur zwei Prozentpunkte über der für den Einzug relevanten Fünf-Prozent-Marke.
Allerdings darf die Fehlertoleranz einer Umfrage nicht so interpretiert werden, dass die CDU deshalb tatsächlich bei 3,9 Prozent liegen könnte oder der Einzug unmittelbar prognostiziert wird. Bei Stichprobenerhebungen sind die ausgewiesenen Parteianteile mit statistischer Unsicherheit verbunden.
INSA befragte für die Erhebung 1000 Personen zwischen dem 1. und 8. September online. Die maximale Fehlertoleranz wird mit ±3,1 Prozentpunkten angegeben.
Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern ist Daniel Peters. Die CDU tritt mit dem Ziel an, nach der Wahl die Regierung zu führen.
Streit innerhalb der CDU über Friedrich Merz
Parallel zu den schlechten Umfragewerten wird innerhalb der Landes-CDU über Bundeskanzler Friedrich Merz diskutiert.
Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Tino Schomann hat öffentlich einen Rücktritt von Merz gefordert. CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters widerspricht dieser Forderung und will die Debatte auf die Landtagswahl konzentrieren.
«Personaldebatten helfen uns nicht weiter», sagte Peters. Gleichzeitig betonte er mit Blick auf den Bundeskanzler: «Friedrich Merz steht nicht zur Wahl, sondern ich und die Kandidatinnen und Kandidaten der Union in Mecklenburg-Vorpommern.»
Welche Koalitionen wären laut Umfrage möglich?
Sollten die Werte der INSA-Umfrage tatsächlich ungefähr dem Wahlergebnis entsprechen, wären die Möglichkeiten zur Regierungsbildung eingeschränkt.
Eine Fortsetzung der bisherigen rot-roten Zusammenarbeit von SPD und Linken hätte nach diesen Zahlen allein keine Mehrheit. Unter der Voraussetzung, dass die Grünen mit ihren derzeit gemessenen 5 Prozent in den Landtag einziehen, käme rechnerisch eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen infrage.
Welche Mehrheiten tatsächlich möglich sind, hängt allerdings vom Wahlergebnis, dem Einzug der kleineren Parteien und der anschliessenden Sitzverteilung ab.
Mecklenburg-Vorpommern wählt am 20. September
Die Landtagswahl findet am 20. September 2026 statt. Die Landesregierung hatte den Termin bereits im Juli 2025 festgelegt. Dabei wird der neunte Landtag Mecklenburg-Vorpommerns gewählt.