Nach der Sonnenfinsternis Schmerzen oder Flecken im Auge? Dann solltest du reagieren
Das Himmelsspektakel ist vorbei, doch bei manchen Beobachterinnen und Beobachtern bleibt die Sorge um die Augen. Vor allem wer während der Sonnenfinsternis am Mittwoch ohne geeignete Schutzbrille direkt in die Sonne geschaut hat, fragt sich nun, ob dabei die Netzhaut geschädigt worden sein könnte.
Fleck im Auge nach Sonnenfinsternis: Das können Warnzeichen sein
Das Tückische an einer sogenannten solaren Retinopathie ist, dass eine Schädigung der Netzhaut nicht zwingend sofort auffällt. Beschwerden können zeitversetzt auftreten. Die Netzhaut selbst besitzt zudem keine Schmerzrezeptoren, weshalb eine Schädigung nicht unbedingt durch klassische Augenschmerzen angekündigt wird.
Aufmerksam werden sollte man insbesondere bei anhaltenden Veränderungen des Sehens. Dazu können beispielsweise ein Fleck beziehungsweise blinder Bereich im zentralen Sichtfeld, verschwommenes oder verzerrtes Sehen und eine deutlich verschlechterte Sehschärfe gehören.
Das Bundesamt für Gesundheit hatte bereits vor der Sonnenfinsternis davor gewarnt, dass der direkte Blick in die Sonne die Netzhaut schädigen kann. Auch gewöhnliche Sonnenbrillen bieten dafür keinen ausreichenden Schutz.
Augen tun weh: Wann sollte man nach der Sonnenfinsternis zum Arzt?
Wer nach einem ungeschützten Blick in die Sonne anhaltende oder deutliche Sehstörungen feststellt, sollte diese augenärztlich abklären lassen. Bei einem Ausfall oder einer starken Einschränkung des Sehvermögens empfehlen Fachleute, umgehend medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ein kurzes Nachbild unmittelbar nach einem hellen Lichtreiz bedeutet dagegen nicht automatisch, dass die Netzhaut dauerhaft geschädigt wurde. Auch bei den aktuell gemeldeten Klinikbesuchen nach der Sonnenfinsternis konnten bislang vielfach keine objektiven Schäden festgestellt werden.
Entscheidend ist deshalb, Beschwerden nicht selbst zu diagnostizieren:
Bleibt ein Fleck bestehen, verschlechtert sich das Sehvermögen oder treten andere deutliche Sehstörungen auf, sollte das fachärztlich beurteilt werden.