Legionellen: Todesfall in Wetzikon – so gefährlich ist die Legionärskrankheit
Eine an Legionellose erkrankte Person ist vergangene Woche in Wetzikon ZH gestorben. Sie hatte mehrere Vorerkrankungen, wie das Amt für Gesundheit des Kantons Zürich mitteilte. Wo sich die Person mit Legionellen angesteckt hatte, ist noch unklar und wird untersucht.
Seit Anfang 2025 wurden in Wetzikon insgesamt 33 Legionellose-Fälle registriert. Sie verteilen sich zeitlich und räumlich, eine gemeinsame Infektionsquelle konnte bisher nicht festgestellt werden. Bei mehreren Erkrankungen deuten die Untersuchungen jedoch auf einen Zusammenhang mit Legionellen in Duschwasserproben hin.
So werden Legionellen übertragen
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. Besonders gut vermehren sie sich bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad und dort, wo Wasser nicht laufend erneuert wird. Das kann unter anderem in Wasserleitungen, Wasserhähnen, Duschköpfen, Whirlpools, lüftungstechnischen Anlagen und Kühltürmen der Fall sein.
Menschen stecken sich hauptsächlich an, indem sie feinste Wassertröpfchen mit Legionellen einatmen. Seltener kommt es zu einer Infektion, wenn belastetes Wasser versehentlich in die Luftröhre gelangt. Das Schlucken von kontaminiertem Wasser führt laut BAG dagegen nicht zu einer Ansteckung, da die Magensäure die Legionellen abtötet. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind grundsätzlich möglich, aber äusserst selten.
Wie gefährlich ist die Legionärskrankheit?
Bei einer Legionellose gibt es unterschiedliche Krankheitsbilder. Die schwere Form ist die Legionärskrankheit, bei der sich typischerweise eine Lungenentzündung entwickelt. Erste Beschwerden zeigen sich meist zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung. Dazu gehören Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitverlust. Auch Verwirrtheit und Magen-Darm-Probleme können auftreten.