GA wird ab Dezember teurer: So viel mehr bezahlen Reisende in der Schweiz
Bahn-, Bus- und Tramfahren wird in der Schweiz teurer. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 steigen die Preise im öffentlichen Verkehr durchschnittlich um 3,6 Prozent. Betroffen sind unter anderem das Generalabonnement und das Halbtax für Erwachsene.
So viel kostet das GA ab Dezember
Das Generalabonnement für Erwachsene in der 2. Klasse kostet derzeit 3995 Franken im Jahr. Ab dem Fahrplanwechsel steigt der Preis auf 4095 Franken. Reisende bezahlen damit künftig 100 Franken mehr.
Deutlich stärker fällt die Erhöhung beim GA für die 1. Klasse aus. Hier steigt der Jahrespreis von 6520 auf 6770 Franken. Das entspricht Mehrkosten von 250 Franken.
Die neuen Preise in der Übersicht:
GA Erwachsene, 2. Klasse: Bisher: 3995 Franken, Neuer Preis: 4095 Franken
GA Erwachsene, 1. Klasse: Bisher: 6520 Franken, Neuer Preis: 6770 Franken
Ursprünglich sollte das GA für die 2. Klasse sogar auf 4195 Franken steigen. Für die 1. Klasse war ein neuer Preis von 6850 Franken vorgesehen. Diese Erhöhungen wurden nach den Gesprächen zwischen der ÖV-Branche und der Preisüberwachung nach unten korrigiert.
Das geht aus den aktuellen Angaben der Branchenorganisation Alliance SwissPass hervor.
Auch das Halbtax wird teurer
Neben dem GA wird auch das Halbtax für Erwachsene angepasst. Der Preis steigt um fünf Franken. Ein neu gekauftes Halbtax, das derzeit 190 Franken kostet, verteuert sich damit auf 195 Franken.
Für Kinder, Jugendliche und Familien sollen die Preise dagegen gar nicht oder nur geringfügig steigen. Der Bonus der verschiedenen Guthabenpakete des Halbtax Plus bleibt unverändert.
Wie stark einzelne Streckenbillette, Tageskarten oder weitere Angebote betroffen sind, hängt vom jeweiligen Tarif ab. Ausserdem legen die regionalen Tarifverbünde ihre Preisanpassungen selbst fest. Die durchschnittliche Erhöhung von 3,6 Prozent bedeutet deshalb nicht, dass jedes Billett genau um diesen Wert teurer wird.
Als Grund für die höheren Preise nennt die ÖV-Branche neben der allgemeinen Teuerung vor allem gestiegene Ausgaben für Personal, Energie, Material und Unterhalt. Gleichzeitig seien weitere Investitionen in Fahrzeuge, Infrastruktur und das Angebot notwendig.
Mehr Sparbillette sollen Reisende entlasten
Während reguläre Fahrten und Abonnemente teurer werden, soll das Angebot an Sparbilletten ausgebaut werden. Für 2027 sind zusätzliche Rabatte im Gesamtwert von 90 Millionen Franken vorgesehen.
Davon profitieren vor allem Reisende, die ihre Verbindung früh buchen oder zeitlich flexibel sind. Sparbillette gelten jeweils nur für die gewählte Verbindung und sind abhängig von der Verfügbarkeit.
Für regelmässige Pendlerinnen und Pendler mit einem GA gibt es diese Ausweichmöglichkeit dagegen kaum. Sie müssen je nach Klasse mit 100 beziehungsweise 250 Franken Mehrkosten pro Jahr rechnen.