Franken so schwach wie seit 16 Monaten nicht mehr: Das steckt hinter dem Dollar-Anstieg
Der US-Dollar hat gegenüber dem Franken deutlich zugelegt. Am Donnerstagmittag kostete ein Dollar rund 0,826 Franken. Auf diesem Niveau bewegte sich der Wechselkurs zuletzt im Mai 2025.
Am Mittwoch schloss der Dollar bei 0,8259 Franken. In der Spitze stieg der Kurs auf 0,8267 Franken, zugleich das 52-Wochen-Hoch. Am Donnerstag erreichte er bis 13.40 Uhr maximal 0,8264 Franken, bei einem Tagestief von 0,8236 Franken.
Fed erhöht erstmals seit 2023 den Leitzins
Für Bewegung am Devisenmarkt sorgt die US-Notenbank Federal Reserve. Sie erhöhte den Leitzins am Mittwoch um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Es ist die erste Anhebung seit Juli 2023. Höhere US-Zinsen können Anlagen in Dollar attraktiver machen und damit die US-Währung stützen.
Zuvor hatte die Fed den Leitzins seit Dezember 2025 fünfmal in Folge unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Nun reagiert sie auf die hartnäckig hohe Inflation. Ziel ist es, die Teuerung wieder in Richtung der angestrebten zwei Prozent zu drücken.
Fed-Chef Kevin Warsh hatte bereits Ende August erklärt, dass die Preise derzeit im Mittelpunkt stehen müssten. Die jüngsten Konjunkturdaten deuteten zwar auf eine leichte Abkühlung hin, änderten für ihn aber nichts an der grundlegenden Lage. Die Teuerungsrate bezeichnete er als «zu hoch».
Weitere Zinserhöhungen könnten folgen
Die Zinserhöhung vom Mittwoch könnte nicht die letzte gewesen sein. 16 von 18 Fed-Mitgliedern rechnen für dieses Jahr mit mindestens einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte. Vier von ihnen halten eine noch stärkere Straffung für möglich.
Auch 2027 könnten die Zinsen hoch bleiben. 14 Fed-Mitglieder rechnen für Ende des Jahres mit einem Zinsniveau von mindestens 4,00 bis 4,25 Prozent. Acht von ihnen sehen den Zielkorridor bei 4,25 bis 4,50 Prozent.