Flugzeug nach Tel Aviv sendet Notsignal: Was ist an Bord passiert?
Der Flydubai-Flug FZ 1073 war auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als die Maschine über Saudi-Arabien abdrehte und in Tabuk landete. Zuvor hatte die Besatzung zwei Notfallcodes gesendet. Zunächst wurde eine Entführung befürchtet. Inzwischen zeichnet sich ein anderes Bild ab. Was ist bisher zu dem Vorfall bekannt? (Stand 30. September 13.21 Uhr)
Flug FZ 1073 von Dubai nach Tel Aviv: Keine Entführung
Die Maschine setzte zunächst den Code 7700 ab, der eine allgemeine Notlage signalisiert. Danach folgte 7500. Dieser Code wird bei einem möglichen unrechtmässigen Eingriff verwendet und kann auf eine Entführung hindeuten.
Die zunächst befürchtete Entführung bestätigte sich laut israelischen Medien jedoch nicht. Flydubai sprach gemäss dem Sender Al-Arabija von einem «Vorfall» an Bord. Das Flugzeug landete sicher in Tabuk, die Passagiere waren laut Flydubai wohlauf.
Körperliche Auseinandersetzung zwischen den Piloten
Gesichert ist bislang, dass es im Cockpit zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Ein israelischer Regierungsvertreter bestätigte dies gegenüber Reuters. Wer den Streit auslöste und weshalb er eskalierte, ist noch offen. Eine israelische Sprecherin bestätigte, der tatverdächtige Copilot werde gegenwärtig in Saudi-Arabien befragt.
Passagiere berichten von einem Messer
Spätere Berichte zeichnen ein dramatischeres Bild als die zunächst gemeldete Prügelei. Passagiere berichteten von Schreien an Bord, einem Mann mit einem Messer und Blut im Bereich des Cockpits.