Fleisch im Ausland einkaufen: Dieser Fehler kann teuer werden
Beim Einkauf jenseits der Grenze landen neben anderen Lebensmitteln oft auch Fleisch und Wurst im Warenkorb. Doch aus vermeintlichen Schnäppchen können bei der Einreise in die Schweiz plötzlich zusätzliche Kosten werden. Ausschlaggebend ist die mitgeführte Menge pro Person und Tag.
Fleisch in die Schweiz einführen: So viel kostet jedes zusätzliche Kilo
Ein Kilogramm darf jede Person pro Tag abgabenfrei mitbringen. Darüber kann der Einkauf deutlich teurer werden. Für die Menge oberhalb des erlaubten Kilogramms verlangt der Zoll eine Abgabe. Bei bis zu zehn Kilogramm Mehrmenge sind es 17 Franken je Kilogramm. Sind es mehr als zehn Kilogramm zusätzlich, steigt der Ansatz auf 23 Franken je Kilogramm.
Vorsicht bei Fertiggerichten
Erfasst werden nicht nur klassische Fleischstücke mit oder ohne Knochen. Auch Würste aus Fleisch oder Blut sowie andere Fleischerzeugnisse gehören in diese Kategorie. Weniger offensichtlich ist die Regel bei verarbeiteten Lebensmitteln. Enthält eine Zubereitung mehr als 20 Gewichtsprozent Fleisch, Wurst oder Blut, wird sie ebenfalls angerechnet. Das kann etwa einen Rindsbraten mit Kartoffelstock betreffen.
Wichtig dabei: Für die Berechnung zählt das Gewicht des gesamten Gerichts. Es reicht also nicht, lediglich den darin enthaltenen Fleischanteil einzurechnen.
Was nicht dazugezählt wird
Für Wild, Fisch, Krebstiere, Weichtiere und andere wirbellose Wassertiere gilt die genannte Fleisch-Freimenge nicht. Ebenfalls ausgenommen sind Markbeine und Saucen-Knochen. Hunde- und Katzenfutter wird ebenfalls nicht dieser Kategorie zugerechnet, sofern es sich um Einzelverkaufspackungen handelt, die als Tierfutter gekennzeichnet sind.
Weitere Informationen zu den Freimengen hält das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit hier auf seiner Webseite bereit.