Fast totale Mondfinsternis über der Schweiz – doch es gibt einen Haken
Nach der Sonnenfinsternis folgt bereits das nächste astronomische Ereignis: Am Freitag, 28. August 2026, zieht der Vollmond teilweise durch den Schatten der Erde. Die Mondfinsternis ist in der Schweiz in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Wer sie sehen möchte, muss entsprechend früh aufstehen.
Mondfinsternis über der Schweiz: 96 Prozent werden verdunkelt
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn sich die Erde zwischen Sonne und Mond befindet. Damit dies möglich ist, müssen die drei Himmelskörper nahezu auf einer Linie stehen. Weil die Umlaufbahn des Mondes leicht geneigt ist, zieht dieser bei Vollmond normalerweise oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei.
Am 28. August gerät der Mond jedoch weit in den Kernschatten der Erde. Bis zu 96 Prozent der sichtbaren Mondscheibe werden dabei verdunkelt. Damit handelt es sich zwar weiterhin um eine partielle Mondfinsternis, sie kommt einer vollständigen Verfinsterung aber sehr nahe.
In der Schweiz beginnt das Schauspiel gegen 4.30 Uhr. Seinen Höhepunkt erreicht es gegen 6.13 Uhr. Wer die Mondfinsternis beobachten möchte, benötigt dafür anders als bei einer Sonnenfinsternis keine spezielle Schutzbrille.
Der Höhepunkt der Mondfinsternis hat einen Haken
Die Uhrzeit sorgt allerdings für ein Problem. Ausgerechnet kurz vor dem Höhepunkt der Mondfinsternis geht die Sonne auf. Während der Sonnenaufgang mit 6.10 Uhr angegeben wird, erreicht die Finsternis gegen 6.13 Uhr ihr Maximum. Durch die zunehmende Dämmerung wird es schwieriger, den stark verdunkelten Mond am Himmel zu erkennen.
Hinzu kommt, dass der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits sehr tief am Horizont steht und sich seinem Untergang nähert. Hindernisse können die Sicht deshalb erheblich beeinträchtigen. Häuser, Bäume, Berge oder Dunst am Horizont reichen unter Umständen aus, um das Himmelsspektakel teilweise oder ganz zu verdecken.
Freie Sicht nach Westsüdwesten ist entscheidend
Wer möglichst viel von der Mondfinsternis sehen will, sollte sich deshalb einen geeigneten Beobachtungsort suchen. Ideal ist ein erhöhter Standort mit freier Sicht nach Westen beziehungsweise Westsüdwesten. Das seltene Himmelsschauspiel verlangt damit vor allem zwei Dinge: einen frühen Wecker und einen möglichst freien Horizont.