Ernährungsinitiative stürzt in neuer SRG-Umfrage ab – nur noch 33 Prozent sagen Ja
Aus einem Kopf-an-Kopf-Rennen ist ein deutlicher Nein-Trend geworden: Die Ernährungsinitiative verliert kurz vor der Abstimmung vom 27. September erheblich an Unterstützung. Das zeigt die zweite und letzte SRG-Trendumfrage des Forschungsinstituts gfs.bern.
Ja-Anteil fällt innerhalb weniger Wochen von 47 auf 33 Prozent
Bei der ersten Befragung hatten noch 47 Prozent angegeben, bestimmt oder eher Ja stimmen zu wollen. 49 Prozent waren dagegen. Aufgrund des statistischen Unsicherheitsbereichs sprach gfs.bern damals von einer Pattsituation.
Nun verliert die Ja-Seite 14 Prozentpunkte. Gleichzeitig wächst das Nein-Lager von 49 auf 64 Prozent – ein Plus von 15 Prozentpunkten.
Auch die Meinungsbildung ist weiter fortgeschritten. Inzwischen äussern 71 Prozent eine feste Stimmabsicht. Bei der ersten Befragung waren es erst 60 Prozent.
Die Umfrage ist dennoch keine Prognose für das Abstimmungsergebnis am 27. September, sondern bildet die Stimmung während des Erhebungszeitraums ab.
Warum verliert die Ernährungsinitiative so stark?
Interessant ist dabei: Mehrere grundsätzliche Anliegen der Initiative finden bei den Befragten weiterhin deutliche Unterstützung.
78 Prozent unterstützen laut SRG-Umfrage das Argument, dass der Schutz der Wasservorkommen für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser wichtig sei. 71 Prozent sehen in der Initiative einen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Einen Nutzen für Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft erkennen 62 Prozent.
Deutlich kritischer beurteilen die Befragten allerdings die konkrete Umsetzung.