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Panorama

Ernährungsinitiative: Neue Umfrage kommt bald – so knapp ist das Rennen derzeit

Am 27. September stimmt die Schweiz über die Ernährungsinitiative ab. Die erste SRG-Umfrage zeigt ein äusserst knappes Rennen. Schon bald gibt es neue Zahlen.
Nikola Brankovic

Bis zur eidgenössischen Abstimmung am 27. September sind es nur noch wenige Wochen. Neben der Neutralitätsinitiative entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten dann auch über die sogenannte Ernährungsinitiative. Wie die Vorlage bei der Bevölkerung ankommt, ist derzeit noch ausgesprochen offen. Die erste SRG-Trendumfrage des Forschungsinstituts GFS Bern zeigt praktisch ein Patt zwischen Befürwortern und Gegnern.

Neue Umfrage zur Ernährungsinitiative erscheint am 16. September

Die Ergebnisse der zweiten SRG-Trendumfrage werden am 16. September 2026 veröffentlicht. Die Befragung führt erneut das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der SRG SSR durch.

Damit kommen die neuen Zahlen nur elf Tage vor dem Abstimmungssonntag. Sie dürften zeigen, ob sich seit der ersten Befragung eine klarere Tendenz entwickelt hat oder ob das Rennen weiterhin offen bleibt.

Die zweite Befragung läuft derzeit. Die Teilnahme erfolgt anonym, die Ergebnisse werden anschliessend auf den Kanälen der SRG SSR veröffentlicht.

Erste Umfrage zeigt praktisch ein Patt

Bei der ersten SRG-Trendumfrage lagen die beiden Lager noch sehr nah beieinander.

47 Prozent der Befragten gaben an, die Ernährungsinitiative bestimmt oder eher annehmen zu wollen. 49 Prozent wollten die Vorlage bestimmt oder eher ablehnen.

Aufgrund des statistischen Unsicherheitsbereichs von ±2,8 Prozentpunkten spricht GFS Bern von einer Pattsituation.

Die erste Befragung wurde zwischen dem 3. und 16. August durchgeführt. Insgesamt flossen die Antworten von 17'212 Stimmberechtigten in die Auswertung ein.

Viele Stimmberechtigte haben sich noch nicht endgültig entschieden

Ein weiterer Wert macht die Ausgangslage interessant: Bei der Ernährungsinitiative hatten laut GFS Bern erst 60 Prozent eine feste Stimmabsicht für oder gegen die Vorlage.

Die Meinungsbildung war damit zum Zeitpunkt der ersten Umfrage noch nicht besonders weit fortgeschritten. Zum Vergleich: Bei der ebenfalls am 27. September zur Abstimmung stehenden Neutralitätsinitiative verfügten bereits 73 Prozent der Teilnahmewilligen über eine feste Stimmabsicht.

Entsprechend können die kommenden Wochen bei der Ernährungsinitiative noch eine wichtige Rolle spielen.

Frauen und Männer bewerten die Initiative unterschiedlich

Die erste Befragung zeigte zudem Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Bei den Frauen lag die Zustimmung zur Ernährungsinitiative bei 55 Prozent. Bei den Männern waren es dagegen lediglich 39 Prozent.

Auch politisch ergibt sich kein durchgehend einheitliches Bild. Laut der ersten SRG-Umfrage tendierten etwa die Anhängerschaften von SP und GLP mehrheitlich zur Ja-Seite, obwohl beide Parteien die Initiative ablehnen.

Wie stabil diese Unterschiede sind, dürfte die zweite Befragung genauer zeigen.

Das fordert die Ernährungsinitiative

Über die Vorlage stimmt die Schweiz am 27. September 2026 ab. Die Initiative verlangt unter anderem, dass künftig mindestens 70 Prozent der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel im Inland produziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Landwirtschaft weniger tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel produzieren. Gleichzeitig sollen Umwelt und Trinkwasser stärker geschützt sowie Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität erhalten werden. Die Ziele sollen innerhalb von zehn Jahren nach einer Annahme erreicht werden.

Quellen: gfsbern – 1. SRG-Trendumfrage zur eidg. Abstimmung von 27. September 2026

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