El Niño wird immer stärker: Diese Lebensmittel könnten jetzt teurer werden
Hitze, Dürren, Starkregen und Überschwemmungen: El Niño verändert Wetter- und Niederschlagsmuster in zahlreichen Regionen der Erde. Das könnte sich letztlich auch dort bemerkbar machen, wo man zunächst nicht an das Klimaphänomen denkt – beim Einkauf im Supermarkt.
Was ist El Niño eigentlich?
El Niño ist ein natürlich auftretendes Klimaphänomen im tropischen Pazifik. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik ungewöhnlich stark.
Diese Veränderungen beeinflussen die atmosphärische Zirkulation und können dadurch Temperaturen und Niederschläge in weit entfernten Regionen der Erde verändern. Entsprechend können die Auswirkungen von Dürren bis zu Starkregen und Überschwemmungen reichen.
Kaffee, Kakao und Zucker: Diese Lebensmittel könnten betroffen sein
Besonders anfällig sind Produkte, deren Anbau stark von Niederschlag und Temperatur abhängig ist. Unter anderem könnten Kaffee, Kakao, Zucker, Getreide und Palmöl unter den Auswirkungen eines starken El Niño leiden.
Der Grund: El Niño kann in wichtigen Anbauregionen Dürren verursachen, während andernorts ungewöhnlich grosse Regenmengen auftreten. Fallen Ernten dadurch geringer aus, kann das Angebot auf den internationalen Rohstoffmärkten sinken.
Auch Reuters berichtet aktuell über Risiken für verschiedene Agrarrohstoffe. Demnach stehen beispielsweise Kaffeeernten in Teilen Südostasiens und der Kakaoanbau in Westafrika unter Druck.
Für Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz bedeutet das allerdings nicht automatisch, dass diese Produkte unmittelbar deutlich teurer werden. Zwischen einem höheren Rohstoffpreis und dem Preis im Schweizer Supermarkt liegen unter anderem Verarbeitung, Transport, Wechselkurse und die Preispolitik der Händler.