Ed Sheeran Tour: Nach Macklemore-Aus sagen alle Vorbands ab
Die Folgen des Macklemore-Aus werden für Ed Sheerans «Loop»-Tour immer grösser. Vier weitere Acts wollen nicht mehr im Vorprogramm auftreten. Damit haben Berichten zufolge sämtliche verbliebenen Vorbands ihre Teilnahme abgesagt.
Finneas und Lukas Graham sagen Auftritte ab
Zu den Musikern, die nicht mehr dabei sein wollen, gehört Finneas O'Connell. Der Bruder und enge musikalische Wegbegleiter von Billie Eilish hätte bei sechs Terminen auftreten sollen. Auf Instagram schrieb er: «Künstlern darf nicht der Mund verboten werden, wenn sie sich für die Unterdrückten einsetzen.»
Auch Aaron Rowe zog sich zurück. Der irische Singer-Songwriter erklärte auf Instagram: «Ich würde jeden Respekt vor mir selbst verlieren, wenn ich einfach weitermachen würde wie bisher.» Sein Statement beendete er mit «Free Palestine».
Die dänische Popband Lukas Graham sagte ihre geplanten Auftritte ebenfalls ab. Sänger Lukas Forchhammer schrieb, es müsse möglich sein, über Krieg, getötete Zivilisten und Kinder zu sprechen, die ein Recht darauf hätten, aufzuwachsen – unabhängig davon, wo sie leben. Auch die irische Gruppe Beoga steigt aus.
Macklemores «Free Palestine»-Aussagen als Auslöser
Dem Rückzug der vier Acts war der Ausschluss von Macklemore vorausgegangen. Laut Tourveranstalter teilten mehrere Veranstaltungsorte mit, dass sie keine Konzerte mit dem Rapper im Line-up zulassen würden. Der Israeli-American Council (IAC) startete laut Medienberichten eine Petition mit der Forderung, Macklemore nicht weiter auf der Tour auftreten zu lassen.
Der US-Rapper hatte während seiner Auftritte propalästinensische Botschaften verbreitet. Über seine Motivation für die Teilnahme an Sheerans Tour sagte er: «Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.»