Cyberangriffe auf Supermärkte: So steht es um Coop, Migros und Aldi in der Schweiz
In einem schwedischen Supermarkt sollen Tiefkühlgeräte laut einer Filialmitarbeiterin bis zu 50 Grad Celsius erreicht haben. Auch aus Belgien, Luxemburg, Irland, Estland und den Niederlanden wurden am Montag, 2. November, Störungen an Kühlanlagen gemeldet. Bereits im Oktober hatte es einen ähnlichen Angriff in Frankreich gegeben. Ob die Vorfälle zusammenhängen, ist laut Reuters bislang ungeklärt.
Coop meldet Angriffsversuche – erfolgreiche Manipulationen in der Schweiz nicht bekannt
Eine Sprecherin von Coop Schweiz bestätigte gegenüber «20 Minuten», dass der Detailhändler entsprechende Angriffsversuche registriert habe. Diese seien erfolglos geblieben, berichtet die «Netzwoche». Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP meldeten Coop, Migros und Aldi Suisse nach ihrem Kenntnisstand keine solchen erfolgreichen Angriffe auf ihre Kühlanlagen.
Coop verweist auf regelmässig überprüfte Sicherheitsmassnahmen. Migros gibt an, die Entwicklung laufend zu beobachten und Schutzmassnahmen einzusetzen. Das in den Meldungen ebenfalls genannte schwedische Coop ist eine andere Supermarktkette.
Wie sicher sind die Schweizer Kühlanlagen?
Bei vernetzten Kühlanlagen können Techniker aus der Ferne Betriebsdaten ablesen und Einstellungen ändern. Das erleichtert die Wartung, schafft aber auch einen möglichen Angriffsweg. In Belgien wurden Anlagen nach Angaben des Kühltechnik-Dienstleisters Sabcobel aus der Ferne in den versetzt. In Estland gelang der Zugriff laut SRF auf den Steuercomputer einer älteren Anlage, deren Software nicht aktualisiert worden war.