Altes Handy in der Schublade? Warum das keine gute Idee ist
Das neue Smartphone ist eingerichtet, das bisherige wandert als Ersatzgerät in die Schublade. Was praktisch klingt, hat einen Haken: Auch bei einem ausgeschalteten Gerät altert der Akku weiter. Wird das Handy über Jahre nicht kontrolliert, fallen mögliche Probleme unter Umständen erst spät auf.
Weshalb ein alter Akku gefährlich werden kann
Für die Sicherheit sind insbesondere Beschädigungen relevant. Stürze, starker Druck oder andere mechanische Einwirkungen können einem Lithium-Ionen-Akku zusetzen und im ungünstigsten Fall zu Überhitzung oder einem Brand führen.
Bei einem schweren Defekt kann sich die Akkuzelle stark erhitzen. Im Extremfall setzt ein sogenanntes thermisches Durchgehen ein: Dabei entsteht eine sich selbst verstärkende Reaktion mit zunehmender Wärmeentwicklung, die bis zur Entzündung führen kann. Liegt das Smartphone neben Papier, Textilien oder anderen brennbaren Gegenständen, kann sich ein Feuer ausbreiten.
Ein intaktes altes Smartphone stellt deshalb nicht automatisch eine akute Gefahr dar. Vorsicht ist vor allem bei sichtbaren oder anderweitig wahrnehmbaren Auffälligkeiten geboten.
Aufgeblähter Akku und Hitze sind Warnzeichen
Ein verformtes Gehäuse gehört zu den deutlichsten Hinweisen auf einen defekten Akku. Wölbt sich das Display nach oben oder liegt das Smartphone nicht mehr flach auf einer ebenen Fläche, ist Vorsicht geboten.
Auch ungewöhnliche Wärme, ein auffälliger Geruch oder Rauch sind Warnsignale. Das Handy sollte in solchen Fällen nicht weiter benutzt werden. Fest verbaute Akkus sollten zudem nicht selbst entfernt werden. Beschädigte oder geblähte Geräte gehören an eine bediente Sammelstelle. Tritt Rauch aus oder gerät das Smartphone in Brand, sollte Abstand gehalten und die Feuerwehr alarmiert werden.