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Mobilität

Kein Einfluss auf die Landwasserwelt

Eine geschlossene Alte Zügenstrasse und eine gefährdete Bahnlinie. Welchen Einfluss hat das auf die in Planung befindliche Landwasserwelt?
Barbara Gassler
20.08.2023, 06:57 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Die Zügenschlucht, respektive ihre Begehbarkeit, war in letzter Zeit des ­öfteren Thema in dieser Zeitung. Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass auf der ­Alten Zügenstrasse ein erhöhtes Steinschlagrisiko besteht und die ehemalige Strassenverbindung deshalb nicht mehr touristisch vermarktet werden kann. Einen Monat später fuhr der Wind in einen Hang oberhalb der Schlucht beim Schmelzboden. Als Resultat musste der Weg für den Langsamverkehr vollständig gesperrt werden, und auch die Bahnlinie ist beeinträchtigt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob sich nun die Planung der im Dreieck Davos – Bergün – Alvaneu bis 2024 entstehenden «Landwasserwelt» verändert. Mit einer «Park-Cabrio»-Bahn» sollen darin die schönsten Ausblickspunkte und Attraktionen verbunden werden. Unter anderem soll zwischen dem Bahnmuseum in Bergün und einem Biobauernhof in Alvaneu in Filisur ein Baumgleiter Jung und Alt durch die Baumwipfel schweben lassen.

Von Davoser Seite soll die Station Mon-stein als Einstiegstor zur «Landwasserwelt» dienen. An dieser Planung werde festgehalten, erklärt RhB-Mediensprecherin Yvonne Dünser auf Anfrage. In Monstein würden Parkplätze vorgesehen, so dass mit dem Auto anreisende Gäste parkieren und die Zügenschlucht mit dem Nostalgiezug oder dem Regionalzug erfahren könnten. Wanderungen durch die Schlucht würden hingegen nicht be­worben. «Die Inszenierungen der Landwasserwelt fokussieren sich auf den ­‹sicheren› Raum des Areals des Bahnhofs Wiesen, der spektakulären Querung des Wiesnerviaduktsteges und der Aussichtsplattform. Dieser Wegabschnitt und die Aussichtsplattform werden auf 2024 hin aufgewertet.» Das Bahnhofsareal solle mit einem neuen Zügenbeizli und einer neuen Wartsaalausstellung aufgewertet werden, beschreibt Dünser die nächsten Schritte.

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