Status quo zwischen Vingegaard und Pogacar
Der Däne hielt einem Angriff von Tadej Pogacar stand und führt im Gesamtklassement mit 10 Sekunden Vorsprung auf den Slowenen.
Als Sieger der 14. Etappe mit Ziel in Morzine liess sich der 22-jährige Spanier Carlos Rodriguez feiern, der in der abschliessenden Abfahrt zum Ziel angriff. In seinem Rücken holten sich Pogacar und Vingegaard die Plätze 2 und 3.
Zunächst testete das Team von Jumbo-Visma mit Leader Vingegaard bei der Fahrt über fünf Passe das Team Emirates mit Pogacar. Das Profil mit zweistelligen Steigungsprozenten in der letzten Rampe schien eher auf den Dänen zugeschnitten zu sein. Denn je steiler es wird, desto wichtiger wird das Körpergewicht. Da Vingegaard 5 kg leichter ist als Pogacar, sollte er gegenüber dem Slowenen, der dank mehr Muskelmasse in den Sprints explosiver ist, im Vorteil sein.
In der Praxis am Col de Joux Plane, einem Bergpreis der Hors Catégorie 12 km vor dem Ziel, bestätigte sich die Theorie zunächst nicht. Pogacar griff an, kam aber nicht richtig weg. Die Lücke betrug nie mehr als 100 m, kurz vor der Passhöhe war Vingegaard wieder dran und das Tempo brach zusammen. So schaffte Rodriguez in der Abfahrt wieder den Anschluss und setzte sich dank risikoreichen Steuerkünsten ab. Der junge Spanier nimmt erstmals an der Tour de France teil und belegt im Zwischenklassement nun Platz 3.
Der Beginne der 14. Etappe war von einem schweren Massensturz geprägt. In einer Kurve wenige Minuten nach dem Start gingen mehrere Dutzend Fahrer auf einer nassen Strasse zu Boden. Die Leitung der Tour neutralisierte das Rennen, während die verletzten Fahrer abtransportiert wurden.