Mit einem «Fischernetz» einen Ball ins Tor befördern: So funktioniert Lacrosse
Die Sportart Lacrosse stammt ursprünglich aus Nordamerika, genauer gesagt aus der Region der Grossen Seen. Auch heute ist Lacrosse vor allem auf dem nordamerikanischen Kontinent populär. In Kanada hat der Sport sogar den Status als Nationalsport (neben Eishockey). Und auch in den USA hat er eine gewisse Verbreitung, obwohl die Sportart dort klar im Schatten von Baseball, Football oder Basketball steht. Dennoch ziehen Spiele im College-Sport zahlreiche Besucher an. Ein absolutes Nischendasein fristet die Sportart dagegen in der Schweiz. Und so dürften wohl die wenigsten wissen, worum es beim Lacrosse überhaupt geht. Dabei ist die Struktur des Spiels einfach erklärt.
Die Tore sind dabei 183 Zentimeter breit und 183 Zentimeter hoch und stehen, ähnlich wie beim Eishockey oder Unihockey, nicht am Ende des Spielfeldes, sondern einige Meter davor. Auch auf dem Spielfeld gibt es einige auf den ersten Blick wohl ungewöhnliche Regeln zu beachten. So dürfen sich pro Team maximal sechs Spieler in einer Spielhälfte aufhalten. Teilweise gibt es große Unterschiede im Regelwerk zwischen Damen- und Herren-Lacrosse. Vor allem bezüglich Körperkontakt ist bei den Herren wesentlich mehr erlaubt, weshalb die Herren auch mehr Ausrüstung benötigen.
Neben der am weitesten und auch in Chur gespielten Feldvariante gibt es auch andere, weniger verbreitete Formen: Boxlacrosse, auch Indoor-Lacrosse genannt, wird in Hallen gespielt. Intercrosse ist eine Art Softvariante mit weniger Körperkontakt. Je nach Variante können sich die Regelwerke in einzelnen Punkten unterscheiden.
Wer sich die Sportart genauer anschauen oder sogar selbst einmal ausprobieren möchte, kann dies im Rahmen des Spieltags am Sonntag, 8. Oktober tun. Der Spieltag beginnt um 10.30 Uhr. Die Spiele der beiden Churer Teams bei den Damen und Herren stehen am Nachmittag auf dem Programm.