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Jürgen Törkott: «Die Stimmung in Roth musst Du mal erlebt haben!»

Am 7. Juli schaut die Triathlon-Welt nach Roth – auch wir vom Somedia Medienhaus. Wenn rund 5300 Sportler die Ironman-Distanz unter die Füsse und unter die Räder nehmen, sind mitten unter ihnen Radio-Südostschweiz-Leiter Jürgen Törkott und Redaktor Hans Peter Putzi. Wir haben den Puls gefühlt.
04.07.2019, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

4591: Das ist die gemeinsame Startnummer von Jürgen Törkott, Hans Peter Putzi und Nora Putzi am kommenden Sonntag bei der Challenge in Roth. Als Staffel teilen sie die Long-Distance von 3,8 Kilometern schwimmen, 180 Kilometern Velofahren und 42,2 Kilometern laufen untereinander auf. Nora schwimmt, Hans Peter fährt Velo, Jürgen läuft. Ganz einfach.

«Ich war schon vor zwei Wochen nervös», sagt Törkott. «Bei jedem Training muss ich an den Marathon denken, den ich in Roth bestreiten werde.» Und die Nervosität ist nur wenige Tage vor dem Anlass nicht kleiner geworden. «Aber die Stimmung in Roth, die ist gigantisch, die muss man einfach mal erlebt haben.» Radiomann Törkott gerät ins Schwärmen, und seine Schwärmereien vermochten auch Hans Peter Putzi zu einer Teilnahme zu überzeugen. «Im Winter gingen wir oft zusammen joggen», erzählt Putzi. «Und da hat Jürgen immer wieder erzählt, wie mitreissend die Stimmung in Roth sei.» So oft, dass er schliesslich zusagte. Unter einer Bedingung: «Die Velostrecke gehört mir!»

Auf ins Velogeschäft

Die Vorbereitung auf einen solchen Wettkampf ist vielschichtig: Es gilt, Training, Ernährung und Erholung gleichermassen Beachtung zu schenken. Und dann ist da noch das Material. «Als allererstes ging ich in ein Velogeschäft. Schliesslich musste ich mir erstmal ein Rennvelo kaufen», sagt Putzi, der sonst gerne und viel läuft. Im vergangenen Jahr sei er mit seinen Ambitionen im Laufen aber über seine Grenzen gegangen. «Zwei Städtemarathons und die Königsdistanz am Swissalpine in Davos forderten ihren Tribut.» Eigentlich grad gut, musste er sich nun aufs Velo schwingen. «Seit März mache ich jedes Wochenende längere Velotrainings. Dazu kommen kürzere Einheiten unter der Woche», so Putzi. Allein in den Frühlingsferien im Südtirol habe er rund 1000 Kilometer zurückgelegt. «Und einmal absolvierte ich die Wettkampfdistanz, knapp 200 Kilometer.»

Laufen tut gut – auch wenn’s mal schmerzt

Zwei- bis dreimal wöchentlich schnürt Törkott die Laufschuhe. Auf die Marathonstrecke bereitete er sich mit langen, ruhigen Einheiten vor. «Ich liebe es, am Wochenende frühmorgens 30 Kilometer zu joggen», sagt Törkott. Und gibt zu: «Für die intensiven Trainings habe ich nicht mehr denselben Biss wie vor zwei, drei Jahren.» Laufen bringt er dennoch immer mit gesund Sein in Verbindung, auch wenn mal alles schmerzt. «Bevor ich meinen ersten Marathon lief, rauchte ich sehr viel. Bis zu zwei Päckchen pro Tag.» Der Start des Lauftrainings war das Ende seiner Raucherkarriere. «Ich wurde fitter, gesünder, widerstandsfähiger», erzählt Törkott. Seine Leistungen auf der Marathonstrecke konnte er anfangs schnell steigern, jetzt kommt er nicht mehr an diese Zeiten heran. Mit der höheren Arbeitsbelastung sei nicht mehr dieselbe Trainingsintensität möglich, erklärt sich Törkott diese Entwicklung. «Deshalb wird der Marathon in Roth mein letzter Wettkampf über diese Distanz sein.»

Jürgen Törkott: «Die Stimmung in Roth musst Du mal erlebt haben!» | Südostschweiz