Wegen Trockenheit: Rapperswil-Jona nimmt öffentliche Brunnen ausser Betrieb
Wie im ganzen Kanton St. Gallen herrscht in der Stadt Rapperswil-Jona seit längerer Zeit eine ausgeprägte Trockenheit. Die Niederschlagsmengen der vergangenen Monate lagen weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Pegel- und Grundwasserstände sinken entsprechend weiter und liegen teilweise so tief wie noch nie. Das schreibt die Stadt Rapperswil-Jona in einer Mitteilung vom Freitagmorgen.
In acht von zehn Gefahrenregionen des Kantons gilt seit dem 20. Juli die Gefahrenstufe 4 – sprich: grosse Gefahr. Auch das Linthgebiet ist davon betroffen. Ohne flächendeckende und anhaltende Niederschläge ist in den kommenden Wochen mit einer weiteren Verschärfung der Situation zu rechnen, heisst es in der Mitteilung.
Brunnen abstellen als Sofortmassnahme
Als Sofortmassnahme hat der Stadtrat beschlossen, ab Freitag, 24. Juli, bis auf Weiteres sämtliche öffentlichen Brunnenanlagen ausser Betrieb zu nehmen. Ausgenommen sind Brunnen, die der Not- oder Löschwasserversorgung dienen.
«Mit dieser Massnahme leistet die Stadt einen konkreten Beitrag zum sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser», heisst es in der Mitteilung. «Der Betrieb der Brunnen würde in der aktuellen Situation den allgemeinen Sparbemühungen widersprechen und den Wasserverbrauch unnötig erhöhen.»
Stadt ruft zu bewusstem Wasserverbrauch auf
Der Kanton und die Stadt appellieren zudem an die Bevölkerung, Wasser weiterhin bewusst und sparsam zu verwenden. Bereits einfache Massnahmen im Alltag – etwa der Verzicht auf das Bewässern von Rasenflächen oder das Waschen von Fahrzeugen – können laut Mitteilung dazu beitragen, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern. Auch die Stadt verzichtet seit Ende Juni auf regelmässiges Bewässern von Rasenflächen, wie es im Communiqué heisst.