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Linthgebiet

Weekend-Update: Die FCRJ-Frauen feiern einen Saisonauftakt nach Mass

Den Super-League-Frauen des FC Rapperswil-Jona fegen St. Gallen vom Platz. Im Regionalcup halten sich Sieg und Niederlage die Waage. Und die Rapperswiler Schwinger bleiben in Schaffhausen ohne Kranz.
Silvano Umberg
heute um 16:14 Uhr

Fussball: FCRJ-Frauen starten mit Paukenschlag

Das Team des FC Rapperswil-Jona hat zum Auftakt der neuen Saison in der Women's Super League sogleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Rosenstädterinnen bezwangen am Samstagabend im heimischen Grünfeld-Stadion den FC St. Gallen, gegen den sie in den letzten drei Saisons stets und meist klar verloren hatten, mit 4:1.

Für die Differenz sorgte das Heimteam mit einer starken zweiten Halbzeit. Zwischen der 49. und 60. Minute gelangen drei Tore – vom 1:1 zum 4:1. Diesen Vorsprung brachte die Equipe von Trainer Gerold Bisig anschliessend souverän über die Zeit.

Die FCRJ-Frauen unterstrichen damit gleich beim Saisonauftakt ihre gestiegenen Ambitionen. Mit dem Ziel den nächsten Schritt zu machen, kam es bei den Rapperswil-Jonerinnen im Sommer zum grössten Umbruch der letzten Jahre (14 Zuzüge, 13 Abgänge). Gezielt wurden auch Verstärkungsspielerinnen aus dem Ausland verpflichtet.

Drei der neuen Söldnerinnen trafen beim Auftaktsieg. Die Bulgarin Evdokia Popadinova verwandelte in der 6. Minute eine zweite Flanke nach einem Eckball per Kopf zur frühen Führung. Ebenfalls nach einem Eckball drückte die Amerikanerin Mackenzie Duff kurz nach dem Seitenwechsel den Ball zum 2:1 über die Torlinie (49.). Die Kanadierin Cecilia Way schliesslich traf nach einer starken Einzelleistung – zuerst luchste sie der hintersten St. Galler Verteidigerin den Ball ab, dann umdribbelte sie die Torhüterin – zum 4:1 (60). Dazwischen hatte die Spanierin Queralt Torradeflot, die auf die vergangene Saison hin zu den FCRJ-Frauen gestossen war, eine Way-Hereingabe sehenswert per Direktabnahme zum 3:1 weiterverarbeitet (56.).

Cecilia Way zeigte sich hinterher sehr zufrieden – mit sich und dem ganzen Team: «Es war ein sehr intensives Spiel – auch wegen der Hitze. Aber wir haben es sehr gut gemacht, als Team toll gearbeitet.» Die einzige heiklere Phase hatten die Rosenstädterinnen gleich nach dem 1:1 zu überstehen. Da hätte St. Gallen durchaus gleich nachdoppeln können. Am Schluss war der Sieg der FCRJ-Frauen aber verdient.

In der 2. Runde der Women's Super League trifft Rapperswil-Jona am kommenden Sonntag auswärts auf die Grasshoppers. Die Zürcherinnen sind mit einem 5:1-Auswärtssieg gegen Aarau in die Meisterschaft gestartet und somit der erste Leader der neuen Saison – gefolgt von den FCRJ-Frauen. Die Partie findet um 16.30 Uhr im Letzigrund-Stadion statt.

Fussball: Drei regionale Teams aus OFV-Cup ausgeschieden

Am Wochenende starteten die verschiedenen Cup-Wettbewerbe des Ostschweizer Fussballverbandes (OFV). Von den sechs Equipen aus der Region, die im Einsatz standen, erreichte die Hälfte die 2. Runde. Am klarsten setzte sich das 3.-Liga-Team des FC Rapperswil-Jona durch. Beim 4.-Ligisten Trübbach gab es einen 8:1-Sieg, wobei Tadija Vrdoljak und Stefano Marti als Doppeltorschützen glänzten. Souverän gewannen auch die beiden 2.-Liga-Frauenteams aus der Region: die Uznerinnen (unter anderem dank zwei Treffern von Céline Mettler) mit 6:0 beim 3.-Ligisten Weinfelden-Bürglen, die Rapperswil-Jonerinnen mit 6:1 beim gleichklassigen Au-Berneck.

Ebenfalls für die nächste Runde qualifiziert hat sich die erste Herrenmannschaft des FC Uznach. Dies aber in extremis. Erst im Penaltyschiessen konnte der 3.-Ligist das Lokalderby beim 4.-Ligisten Wagen für sich entscheiden. Die Uzner hatten zwar klar mehr vom Spiel, brachten aber nur ein Tor zustande (nach einer halben Stunde durch Sebastian Kemp). Durch einen Sonntagsschuss zogen die Wagner den Kopf vorübergehend nochmals aus der Schlinge. Das Elfmeterschiessen war dann eine klare Sache: Bereits nach je drei Schützen stand Uznachs Sieg fest – weil alle Uzner reüssierten und alle Wagner verschossen.

Ebenfalls aus dem Cup ausgeschieden sind die Schmerkner. Im Duell zweier 4.-Ligisten gingen sie beim FC Rheineck mit 0:4 unter. Zu Ende ist der K.o.-Wettbewerb auch für die Eschenbacher. Im Cup der 2.-Ligisten zogen sie gegen Winkeln SG mit 1:2 den Kürzeren. Sandro Vigini hatte das Heimteam kurz vor der Pause in Führung gebracht. Mit Treffern in der 84. und 88. Minute gelang den Gästen dann die späte Wende.

Schwingen: «Rapperswiler» gehen in Schaffhausen leer aus

Mit dem «Schaffhauser» stand am Sonntag das siebte und letzte Kantonalschwingfest im Nordostschweizer Verbandsgebiet im Programm. Dabei kam es zu einer Premiere: Erstmals überhaupt wurde dieser Anlass als Hallenschwinget ausgetragen, und zwar in der Handballarena der Kadetten Schaffhausen, vor 1358 Zuschauenden.

Mit Manuel Weber und Daniel Elmer kämpften zwei Vertreter des Schwingerverbands Rapperswil und Umgebung im letzten Gang um das begehrte Eichenlaub, konnten aber nicht reüssieren. Beide hätten im abschliessenden Duell einen Sieg gebraucht (Elmer gar einen mit der Maximalnote), beide kamen aber nicht über einen Gestellten hinaus. Weber (7. Rang / 56,00 Punkte) fehlte so am Schluss ein halber Zähler zum letzten kranzberechtigten Rang, Elmer (9./55,50) ein ganzer Punkt.

Ohne Kranzchance blieben Noah Weber (15./54,00) und Adrian Bohl (17./53,50) mit einer Ausbeute von vier Niederlagen und zwei Siegen.

Als grosser Sieger konnte sich Andy Signer feiern lassen. Der 23-jährige St. Galler setzte sich im Schlussgang gegen den überraschenden Schaffhauser Nicola Graf durch und verhinderte so ein Kuriosum: Bei einem gestellten Schlussgang hätten sich gleich neun (!) punktgleiche Schwinger den Festsieg geteilt. Für Signer war es der zweite Kranzfestsieg seiner Karriere. Er nutzte die Chance, die sich durch die verletzungsbedingten Absagen der beiden Topschwinger Samuel Giger und Werner Schlegel bot.