Historisch! Oliver Heer aus Rapperswil-Jona schafft als erster Deutschschweizer überhaupt die Vendée Globe
Am Schluss dauerte es noch ein wenig länger als gedacht, doch am frühen Montagabend, genau um 18.29 Uhr, hat er es endlich geschafft. Nach 99 Tagen, 5 Stunden und 27 Minuten auf hoher See überquert der Rapperswil-Joner Oliver Heer in Les Sable d'Olonnes die Ziellinie der Vendée Globe. Über 24'000 Seemeilen legte Heer bei der Weltumsegelung mit seinen Boot «Tut gut» zurück. In der französischen Küstenstadt wurde der 36-jährige Skipper von seinem Team, seiner Familie und seinen Freunden vom Yachtclub Rapperswil-Jona in Empfang genommen. Nach der Zieleinfahrt reckte Heer beide Fäuste in die Luft, die Erleichterung ist dem 36-Jährigen anzusehen. Am Schluss beendet er die Regatta auf dem 29. Platz.
Heer schreibt Schweizer Sportgeschichte
Was Heer an diesem Montag erreicht, ist absolut historisch. Er ist der erste Deutschschweizer, der die härteste Einhandregatta der Welt beendet hat und damit auch der erste Deutschweizer, der je um die ganze Welt segelte. Es ist ein Stück Sportgeschichte, das die mitgereisten Fans, Freunde und die Familie am Montag miterleben dürfen. «Es war ein Mix von Emotionen», so Heer in einer ersten Reaktion. Die schwierigsten Momente seien jene im Windloch gewesen. «Am letzten Tag habe ich mich dann mental auf die Ankunft vorbereitet. Das war nach der langen Zeit alleine nicht einfach», so der Rapperswil-Joner.
Die Vendée Globe gehört zu den grössten sportlichen Herausforderungen überhaupt. Ob er in vier Jahren wieder dabei ist? «Ich bin sehr daran interessiert, dann einfach kompetitiver», so Heer. Doch zuerst wartet Zeit mit seinen Liebsten auf den erfolgreichen Skipper. Es sei ihm gegönnt.