Gemeinde Schmerikon beklagt überraschend hohen Steuerrückgang
Der Steuerabschluss der Gemeinde Schmerikon fällt schlecht aus: rund 1,1 Millionen Franken weniger als im Vorjahr und 1,3 Millionen Franken unter Budget. «Die Gründe sind vielfältig und die Voraussage über die weitere Entwicklung schwierig», schreibt Gemeindepräsident Félix Brunschwiler in einer Medienmitteilung. Fest stehe, dass mit dieser grossen Abweichung auf der Einnahmenseite ein hohes Defizit erwartet werden müsse. Die definitiven Zahlen dafür liegen in wenigen Wochen vor.
Ein Steuerrückgang trat bei der Gemeinde Schmerikon letztmals 2010. Bei den natürlichen Personen sind die Einkommens- und Vermögenssteuern des laufenden Jahres mit 10,3 Mio. Franken um knapp 2 Prozent zurückgegangen. «Weit dramatischer ist der Rückgang der Nachzahlungen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern der Vorjahre», heisst es in der Mitteilung. Bei diesen resultierte sogar ein Minus von 16'000 Franken. Im Vorjahr betrugen die Einnahmen noch 880'000 Franken, budgetiert waren 800'000 Franken.
Falsche Annahme des Gemeinderates
Bei der Budgetierung des laufenden Jahres berücksichtigte die Gemeinde den generellen Ausgleich der kalten Progression mittels Anpassung des kantonalen Steuertarifs. Der Gemeinderat hatte jedoch angenommen, dass dieser Effekt durch das stetige Wachstum der einfachen Steuer, im Schnitt seit dem Jahr 2000 waren es 3,5 Prozent je Jahr, überkompensiert würde (siehe Grafik). Dies ist nicht eingetreten.