Schlammschlacht beim Weltcup in Österreich: Koller fährt aufs Podest und Forster schrammt daran vorbei
«Jetzt muss ich alles putzen, das gibt schon Arbeit», sagte Lars Forster am Sonntag nach dem Cross-Country-Weltcuprennen im österreichischen Leogang schmunzelnd. Sein rotes Trikot schimmerte durch eine Schicht aus Schlamm und Dreck. Das Rennen wurde von erschwerten Bedingungen gezeichnet. Nässe und Schlamm forderten den Fahrern und zuvor auch den Fahrerinnen alles ab.
Grund zum Witzeln und Lachen hat Forster aber allemal. Er wird Fünfter – obwohl er nach vier Runden noch auf dem 13. Platz lag. Ab diesem Punkt ging es für den in Rieden wohnhaften Rapperswil-Joner nur noch bergauf. Bereits eine Runde später stand er auf Platz 8. Trotzdem sagte er nach der Zieleinfahrt: «Heute war für mich ehrlich gesagt kein so guter Tag. Ich hatte am Anfang sehr schwere Beine und war richtig am Kämpfen.» Die Konstanz über das ganze Rennen und seine Erfahrungen im Radquer hätten ihm am Schluss geholfen.
«Das dritte Mal in dieser Saison unter den Top 5. Das ist super. Ich bin mega happy», so Forster. Was es also für den weiteren Saisonverlauf heisse, wenn er an einem nicht so guten Tag Fünfter werde?, fragte ihn der SRF-Journalist. «Ich glaube fest an mich. Und wenn ich dann einmal richtig gute Beine habe, kommt es gut», antwortete der 31-Jährige zwinkernd.
Gleich fünf Schweizer klassierten sich unter den besten Zehn. Forsters Teamkollege Mathias Flückiger wurde als bester Schweizer Zweiter. Der Eschenbacher Dario Lillo schnupperte zwischenzeitlich zwar auch an einer Top-Ten-Klassierung, am Schluss musste sich der Youngster aber mit dem 15. Rang zufriedengeben. Es ist dennoch sein bestes Resultat in einem Cross-Country-Weltcuprennen der Elite.