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Linthgebiet

Bittere Resultate für Nicole Koller – und eine Premiere für Franziska Widmer

Mountainbikerin Nicole Koller belegt zweimal den undankbaren 4. Rang. Kanutin Franziska Widmer schafft es an der EM erstmals in den A-Final. Das und mehr lief am Wochenende im Regionalsport.
Linth-Zeitung
heute um 19:00 Uhr

Fussball: Nur der FC Rapperswil-Jona feiert Siege

2. Liga interregional, Gruppe 5:
Der FC Weesen hat die Saison mit einer Niederlage abgeschlossen. Auswärts beim FC Gossau zog die Equipe vom Walensee mit 0:3 den Kürzeren. Während das Resultat für sie sportlich irrelevant war – schon vor der Partie stand fest, dass die Weesner die Saison auf Rang 3 beenden werden –, behaupteten die Gastgeber dank des Sieges den Spitzenplatz und schafften somit den Aufstieg in die 1. Liga. Die Rückkehr in die 1. Liga ist auch das grosse Ziel des FC Weesen. Nach zwei Abstiegen in Serie verpasste er nun aber den zweiten Aufstieg in Folge. Dies, nachdem es zwischenzeitlich sehr gut ausgesehen hatte. Noch vor wenigen Wochen waren sie Tabellenführer.

2. Liga, Gruppe 2:
Wie beim FC Weesen war auch beim FC Eschenbach die Luft schon vor der letzten Partie draussen. Nachdem sie im abschliessenden Heimspiel den fünften Sieg in Serie gefeiert hatten, verloren die Eschenbacher beim Saisonabschluss in Bütschwil mit 0:2. In der Schlusstabelle fiel das Team damit vom 7. auf den 8. Rang zurück, dies dürfte Trainer Roger Kielholz und seinen Spielern jedoch ziemlich egal sein. Wichtig ist einzig, den Ligaerhalt geschafft zu haben. Zur Winterpause hatte es diesbezüglich noch gefährlich ausgesehen, überwinterte Eschenbach doch auf dem vorletzten Rang.
Ein starker Saisonabschluss glückte dem U20-Team des FC Rapperswil-Jona. Die jungen Rosenstädter bezwangen zu Hause Tägerwilen dank Treffern von Rrezart Bytyqi (14./43.) und Liridon Krasniqi (87.) mit 3:0 und verteidigten damit Rang 2 hinter dem überlegenen Aufsteiger Frauenfeld.

3. Liga, Gruppe 4:
In dieser Liga dasselbe Bild: Das Team des FC Rapperswil-Jona beendete die Saison mit einem Sieg (4:2 in Dussnang), das andere aus der Region, in diesem Fall jenes des FC Uznach, nicht (2:3-Niederlage in Bronschhofen). Auf die Tabelle hatte das wenig Einfluss: Der 2. Rang der Rosenstädter stand schon vorher fest, die Uzner, zur Winterpause als Neunter noch mit dem Abstiegsgespenst im Nacken, fielen unbedeutend vom 5. auf den 6. Platz zurück.

Frauen, 2. und 4. Liga:
Auch in den regionalen Frauenligen wurden am Wochenende die Meisterschaften beendet. In der 2. Liga verabschiedete sich Uznach mit 2:2 gegen Thusis/Cazis in die Sommerpause. Mit Rang 8 schafften die Uznerinnen zum Ende ihrer Premierensaison in dieser Spielklasse den erhofften Ligaerhalt. Die zweite Equipe des FC Rapperswil-Jona, die ihr letztes Spiel schon früher absolviert hatte, hielt mit Rang 10 ebenfalls die Liga. In der 4. Liga, Gruppe 1, derweil schloss Eschenbach 2, das bereits zuvor als Aufsteiger feststand, die Saison mit einem 0:0 zu Hause gegen Altstätten. (red)

Kanu-Regatta: Widmer überrascht an Europameisterschaften

Die Saison von Franziska Widmer hat verheissungsvoll begonnen: zwei 7. Plätze im Weltcup über 1000 Meter, eine neue persönliche Bestzeit über 500 Meter. Entsprechend hoch schraubte die 29-Jährige die Erwartungen an sich für die Europameisterschaften von vergangener Woche. 39 Nationen reisten für diesen ersten Saisonhöhepunkt nach Montemor-O-Velho, Portugal.

Allerdings musste die Athletin vom Kanuclub Rapperswil-Jona (KCRJ) über 1000 Meter, ihrer besseren Distanz, zuerst einen Dämpfer verkraften. Im Halbfinal stellte Widmer zwar in 3:57,68 eine neue Schweizer Rekordzeit auf, musste sich aber mit Rang 5 begnügen. Damit verpasste sie erstmals in dieser Saison den A-Final der besten neun Athletinnen. «Klar war ich enttäuscht, aber ich konnte mir nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben und ein starkes Rennen gezeigt, die anderen waren einfach besser», sagt Widmer dazu.

Sechs Stunden später ging sie im Halbfinal über die Olympiadistanz 500 Meter an den Start. Nach Rennhälfte lag Widmer noch auf Platz 5, dann drehte sie mächtig auf. Die Ziellinie querte Widmer als Zweite und qualifizierte sich somit erstmals in ihrer Karriere an einem Grossanlass für einen A-Final über 500 Meter. In diesem zeigte sie wiederum eine starke Leistung. Mit deutlicher persönlicher Bestzeit (1:51,91) landete sie auf dem 8. Platz. Bloss eine Sekunde fehlte zu einer Top-5-Platzierung.

«Ich bin zufrieden – auch wenn ich mir noch etwas mehr erhofft hatte. Aber ich sollte jetzt wohl einfach mal stolz sein über die in dieser Saison erzielten Fortschritte», ordnet Widmer diese Leistung ein. Jedenfalls werde sie auch nach diesem Ergebnis hungrig bleiben. «Darauf ausruhen werde ich mich sicher nicht.»

Die weiteren Ergebnisse des KCRJ-Teams an der EM: 11. Rang: Franziska Widmer (K1 1000 Meter). – 17. Rang: Luca Lauper (K1 1000 Meter). – 17. Rang: Luca Lauper, Fynn Wyss, Sven Hirzel, Aaron Schmitter (K4 500 Meter). – Im Halbfinal ausgeschieden: Fynn Wyss, Aaron Schmitter (K2 500 Meter). – Im Vorlauf ausgeschieden: Sven Hirzel (K1 500 Meter). (wyf)

Mountainbike: Koller schrammt zweimal am Podest vorbei

Im österreichischen Leogang fand am Wochenende der dritte Weltcup der Saison statt. Für das Glanzresultat aus regionaler Sicht sorgte Nicole Koller. Sowohl am Freitag im von der Uetikerin Sina Frei gewonnenen Short-Track-Rennen (XCC) wie am Sonntag im olympischen Cross-Country (XCO), wo die Schwedin Jenny Rissveds siegte, fuhr das Mitglied des VC Eschenbach auf den 4. Platz. In beiden Rennen schnappte ihr Landsfrau Alessandra Keller den letzten Podestplatz vor der Nase weg. Am Freitag lagen 12 Sekunden zwischen den beiden, zwei Tage später 18 Sekunden. Im Gesamtweltcup liegt Koller nach 6 von 18 Entscheidungen auf dem 4. Rang.

Zwei Mal so knapp neben dem Podest zu landen, sei bitter, wird Koller auf der Website des VCE zitiert. Und weiter: «Ich habe alles probiert, kann mir nichts vorwerfen.» Nun freut sich die 29-Jährige auf den Heimweltcup in Lenzerheide am kommenden Wochenende: «Die Form stimmt und ich hoffe, dass es da auf das Podest reicht.»

Mit Tina Züger stand eine zweite Eliteathletin des VCE im Salzburgerland im Einsatz, aber nur im olympischen Cross-Country. Die Riednerin erreichte mit Rang 37 ihr zweitbestes Saisonergebnis nach den Rängen 26 und zuletzt 41. Bei den U23-Frauen zeigte Jana Glaus aus Schänis ein gutes Rennen und erreichte den 28. Rang.

Lillo von Material gestoppt
Bei den Elite-Männern standen in Leogang gleich vier Fahrer aus der Region im Einsatz. Für die Topergebnisse sorgten Lars Forster und Dario Lillo mit je einem 11. Rang im Short-Track beziehungsweise Cross-Country. Lillo ging am Freitag als Führender der Disziplinen- und Gesamtwertung an den Start, bekundete dann aber Pech. Gleich beim Start riss an seinem Velo die Kette, worauf er das Rennen aufgeben musste. Dies hatte zur Konsequenz, dass der Eschenbacher am Sonntag nur aus der vierten Reihe starten konnte. Zwischenzeitlich kämpfte sich der 24-Jährige zwar in die Top Ten vor, büsste gegen Ende aber wieder Positionen ein. So musste Lillo letztlich die Gesamtführung im Weltcup an den Franzosen Luca Martin abtreten, der am Freitag Dritter wurde hinter dem Dänen Simon Andreassen und dem Tessiner Filippo Colombo sowie am Sonntag Zweiter hinter Landsmann Adrien Boichis.

Ein gutes Wochenende erlebte Marcel Guerrini. Nach den Rängen 19 (XCC) und 21 (XCO) fuhr der Neuhauser in beiden Disziplinen sein bestes Saisonergebnis heraus. Nicht mehr gleich auf Touren wie zwei Tage zuvor kam am Sonntag Lars Forster. Er musste sich mit Rang 29 bescheiden und berichtete: «Der Start und die erste Runde waren noch gut. Aber anschliessend hatte ich keine Energie mehr und verlor Rang um Rang.» Nur am Sonntag stand Andri Frischknecht im Einsatz: Mit Rang 32 egalisierte er das Resultat von vor drei Wochen im tschechischen Nove Mesto. (pd/red)