Bittere Resultate für Nicole Koller – und eine Premiere für Franziska Widmer
American Football: Orks müssen punktlos in die Ferien
Die in Rapperswil-Jona spielenden Glarus Orks haben auch das zehnte und letzte Partie der Regular Season verloren. Auswärts in Lausanne gegen die Owls setzte es eine 7:34-Niederlage ab. Die Orks beenden ihre Premierensaison in der Nationalliga B somit ohne Punkte auf dem 6. und letzten Rang. Während es für die besten vier Teams nun mit den Play-offs weitergeht, haben die Orks wie auch die fünftplatzierten Bienna Jets Ferien. Und damit Zeit, die physischen und auch psychischen Blessuren auszukurieren. «Immer zu verlieren, war hart. Anfang Saison konnten wir noch recht gut mithalten. Dann hatten wir aber immer mehr Verletzte», sagt Quarterback Noah Agatiello. Der Eschenbacher ist selber eines der Verletzungsopfer. Im dritten Match stürzte er unglücklich auf die Schulter – und konnte fortan nicht mehr mittun. (su)
Faustball: Joner verlieren zweimal klar
Am vergangenen Samstag stand für das NLA-Männerteam des TSV Jona die sechste Meisterschaftsrunde auf dem Programm. In Oberentfelden wollte das Team wichtige Punkte einfahren, stand jedoch mit dem Gastgeber und Neuendorf zwei hochkarätigen Gegnern gegenüber. Trotz grossem Kampfgeist endete der Spieltag für die Joner bitter.
In der ersten Begegnung traf Jona auf Oberentfelden. Von Beginn an machten die Aargauer den wacheren Eindruck. Die Joner bekundeten im ersten Satz Mühe, eine stabile Defensive aufzubauen, wodurch die eigenen Angreifer nicht wunschgemäss in Szene gesetzt werden konnten. Oberentfelden nutzte diese Unkonzentriertheiten eiskalt aus.
Im zweiten Satz zeigte das Team vom Obersee die beste Phase des Tages, in welcher es bis zum Spielstand von 7:5 führte. Gegen Ende des Satzes fehlte jedoch das nötige Quäntchen Glück in den entscheidenden Situationen, sodass auch dieser Durchgang knapp an die Hausherren ging. Im dritten Satz dominierte Oberentfelden das Geschehen wieder spürbar, während bei Jona die Eigenfehlerquote anstieg. Mit 0:3 Sätzen musste man sich letztlich geschlagen geben.
Nach einer kurzen Verschnaufpause wartete mit Neuendorf der nächste Brocken. Die Hoffnung, die Fehler aus dem ersten Spiel abzustellen, erfüllte sich auf Joner Seite nicht. Neuendorf startete furios, setzte die Joner Defensive von der ersten Sekunde an unter enormen Druck und gewann den ersten Satz mit 11:7 klar. In den Durchgängen zwei und drei bot sich ein ähnliches Bild: Zwar blitzte das spielerische Potenzial des TSV Jona immer wieder auf, doch fehlte es an der nötigen Konstanz, um die kompakt stehenden Neuendorfer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Gegner agierten äusserst routiniert und brachten das Spiel souverän mit 3:0 Sätzen nach Hause.
Mit den zwei herben 0:3-Niederlagen blieb der TSV Jona an diesem Auswärtsspieltag unter seinen Möglichkeiten. In der Tabelle blieb es beim vorletzten Rang.
Am kommenden Samstag haben die Joner mit den Partien gegen die direkt vor ihnen platzierten FG Rickenbach-Wilen und die sechstplatzierten FG Elgg-Ettenhausen weitere Chancen für Punkte. (eing)
Fussball: Nur der FC Rapperswil-Jona feiert Siege
2. Liga interregional, Gruppe 5:
Der FC Weesen hat die Saison mit einer Niederlage abgeschlossen. Auswärts beim FC Gossau zog die Equipe vom Walensee mit 0:3 den Kürzeren. Während das Resultat für sie sportlich irrelevant war – schon vor der Partie stand fest, dass die Weesner die Saison auf Rang 3 beenden werden –, behaupteten die Gastgeber dank des Sieges den Spitzenplatz und schafften somit den Aufstieg in die 1. Liga. Die Rückkehr in die 1. Liga ist auch das grosse Ziel des FC Weesen. Nach zwei Abstiegen in Serie verpasste er nun aber den zweiten Aufstieg in Folge. Dies, nachdem es zwischenzeitlich sehr gut ausgesehen hatte. Noch vor wenigen Wochen waren sie Tabellenführer.
2. Liga, Gruppe 2:
Wie beim FC Weesen war auch beim FC Eschenbach die Luft schon vor der letzten Partie draussen. Nachdem sie im abschliessenden Heimspiel den fünften Sieg in Serie gefeiert hatten, verloren die Eschenbacher beim Saisonabschluss in Bütschwil mit 0:2. In der Schlusstabelle fiel das Team damit vom 7. auf den 8. Rang zurück, dies dürfte Trainer Roger Kielholz und seinen Spielern jedoch ziemlich egal sein. Wichtig ist einzig, den Ligaerhalt geschafft zu haben. Zur Winterpause hatte es diesbezüglich noch gefährlich ausgesehen, überwinterte Eschenbach doch auf dem vorletzten Rang.
Ein starker Saisonabschluss glückte dem U20-Team des FC Rapperswil-Jona. Die jungen Rosenstädter bezwangen zu Hause Tägerwilen dank Treffern von Rrezart Bytyqi (14./43.) und Liridon Krasniqi (87.) mit 3:0 und verteidigten damit Rang 2 hinter dem überlegenen Aufsteiger Frauenfeld.
3. Liga, Gruppe 4:
In dieser Liga dasselbe Bild: Das Team des FC Rapperswil-Jona beendete die Saison mit einem Sieg (4:2 in Dussnang), das andere aus der Region, in diesem Fall jenes des FC Uznach, nicht (2:3-Niederlage in Bronschhofen). Auf die Tabelle hatte das wenig Einfluss: Der 2. Rang der Rosenstädter stand schon vorher fest, die Uzner, zur Winterpause als Neunter noch mit dem Abstiegsgespenst im Nacken, fielen unbedeutend vom 5. auf den 6. Platz zurück.
Frauen, 2. und 4. Liga:
Auch in den regionalen Frauenligen wurden am Wochenende die Meisterschaften beendet. In der 2. Liga verabschiedete sich Uznach mit 2:2 gegen Thusis/Cazis in die Sommerpause. Mit Rang 8 schafften die Uznerinnen zum Ende ihrer Premierensaison in dieser Spielklasse den erhofften Ligaerhalt. Die zweite Equipe des FC Rapperswil-Jona, die ihr letztes Spiel schon früher absolviert hatte, hielt mit Rang 10 ebenfalls die Liga. In der 4. Liga, Gruppe 1, derweil schloss Eschenbach 2, das bereits zuvor als Aufsteiger feststand, die Saison mit einem 0:0 zu Hause gegen Altstätten. (red)
Kanu-Regatta: Widmer überrascht an Europameisterschaften
Die Saison von Franziska Widmer hat verheissungsvoll begonnen: zwei 7. Plätze im Weltcup über 1000 Meter, eine neue persönliche Bestzeit über 500 Meter. Entsprechend hoch schraubte die 29-Jährige die Erwartungen an sich für die Europameisterschaften von vergangener Woche. 39 Nationen reisten für diesen ersten Saisonhöhepunkt nach Montemor-O-Velho, Portugal.
Allerdings musste die Athletin vom Kanuclub Rapperswil-Jona (KCRJ) über 1000 Meter, ihrer besseren Distanz, zuerst einen Dämpfer verkraften. Im Halbfinal stellte Widmer zwar in 3:57,68 ihre bisher zweitschnellste je gefahrene Zeit auf, musste sich aber mit Rang 5 begnügen. Damit verpasste sie erstmals in dieser Saison den A-Final der besten neun Athletinnen. «Klar war ich enttäuscht, aber ich konnte mir nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben und ein starkes Rennen gezeigt, die anderen waren einfach besser», sagt Widmer dazu.
Sechs Stunden später ging sie im Halbfinal über die Olympiadistanz 500 Meter an den Start. Nach Rennhälfte lag Widmer noch auf Platz 5, dann drehte sie mächtig auf. Die Ziellinie querte Widmer als Zweite und qualifizierte sich somit erstmals in ihrer Karriere an einem Grossanlass für einen A-Final über 500 Meter. In diesem zeigte sie wiederum eine starke Leistung. Mit deutlicher persönlicher Bestzeit (1:51,91) landete sie auf dem 8. Platz. Bloss eine Sekunde fehlte zu einer Top-5-Platzierung.
«Ich bin zufrieden – auch wenn ich mir noch etwas mehr erhofft hatte. Aber ich sollte jetzt wohl einfach mal stolz sein über die in dieser Saison erzielten Fortschritte», ordnet Widmer diese Leistung ein. Jedenfalls werde sie auch nach diesem Ergebnis hungrig bleiben. «Darauf ausruhen werde ich mich sicher nicht.»
Die weiteren Ergebnisse des KCRJ-Teams an der EM: 11. Rang: Franziska Widmer (K1 1000 Meter). – 17. Rang: Luca Lauper (K1 1000 Meter). – 17. Rang: Luca Lauper, Fynn Wyss, Sven Hirzel, Aaron Schmitter (K4 500 Meter). – Im Halbfinal ausgeschieden: Fynn Wyss, Aaron Schmitter (K2 500 Meter). – Im Vorlauf ausgeschieden: Sven Hirzel (K1 500 Meter). (wyf)
Mountainbike: Koller schrammt zweimal am Podest vorbei
Im österreichischen Leogang fand am Wochenende der dritte Weltcup der Saison statt. Für das Glanzresultat aus regionaler Sicht sorgte Nicole Koller. Sowohl am Freitag im von der Uetikerin Sina Frei gewonnenen Short-Track-Rennen (XCC) wie am Sonntag im olympischen Cross-Country (XCO), wo die Schwedin Jenny Rissveds siegte, fuhr das Mitglied des VC Eschenbach auf den 4. Platz. In beiden Rennen schnappte ihr Landsfrau Alessandra Keller den letzten Podestplatz vor der Nase weg. Am Freitag lagen 12 Sekunden zwischen den beiden, zwei Tage später 18 Sekunden. Im Gesamtweltcup liegt Koller nach 6 von 18 Entscheidungen auf dem 4. Rang.
Zwei Mal so knapp neben dem Podest zu landen, sei bitter, wird Koller auf der Website des VCE zitiert. Und weiter: «Ich habe alles probiert, kann mir nichts vorwerfen.» Nun freut sich die 29-Jährige auf den Heimweltcup in Lenzerheide am kommenden Wochenende: «Die Form stimmt und ich hoffe, dass es da auf das Podest reicht.»
Mit Tina Züger stand eine zweite Eliteathletin des VCE im Salzburgerland im Einsatz, aber nur im olympischen Cross-Country. Die Riednerin erreichte mit Rang 37 ihr zweitbestes Saisonergebnis nach den Rängen 26 und zuletzt 41. Bei den U23-Frauen zeigte Jana Glaus aus Schänis ein gutes Rennen und erreichte den 28. Rang.
Lillo von Material gestoppt
Bei den Elite-Männern standen in Leogang gleich vier Fahrer aus der Region im Einsatz. Für die Topergebnisse sorgten Lars Forster und Dario Lillo mit je einem 11. Rang im Short-Track beziehungsweise Cross-Country. Lillo ging am Freitag als Führender der Disziplinen- und Gesamtwertung an den Start, bekundete dann aber Pech. Gleich beim Start riss an seinem Velo die Kette, worauf er das Rennen aufgeben musste. Dies hatte zur Konsequenz, dass der Eschenbacher am Sonntag nur aus der vierten Reihe starten konnte. Zwischenzeitlich kämpfte sich der 24-Jährige zwar in die Top Ten vor, büsste gegen Ende aber wieder Positionen ein. So musste Lillo letztlich die Gesamtführung im Weltcup an den Franzosen Luca Martin abtreten, der am Freitag Dritter wurde hinter dem Dänen Simon Andreassen und dem Tessiner Filippo Colombo sowie am Sonntag Zweiter hinter Landsmann Adrien Boichis.
Ein gutes Wochenende erlebte Marcel Guerrini. Nach den Rängen 19 (XCC) und 21 (XCO) fuhr der Neuhauser in beiden Disziplinen sein bestes Saisonergebnis heraus. Nicht mehr gleich auf Touren wie zwei Tage zuvor kam am Sonntag Lars Forster. Er musste sich mit Rang 29 bescheiden und berichtete: «Der Start und die erste Runde waren noch gut. Aber anschliessend hatte ich keine Energie mehr und verlor Rang um Rang.» Nur am Sonntag stand Andri Frischknecht im Einsatz: Mit Rang 32 egalisierte er das Resultat von vor drei Wochen im tschechischen Nove Mesto. (pd/red)