«Rapperswiler» Schwinger zerreissen keine Stricke – FCRJ-Frauen gehen unter
Fussball: FC Uznach fügt dem FC Rapperswil-Jona zwei Niederlagen zu
2. Liga, Gruppe 1
Den Eschenbachern ist der Start in die Meisterschaft missglückt. In Bad Ragaz setzte es eine 0:3-Niederlage ab. Bereits in der ersten Minute gerieten die Gäste in Rückstand. In der 26. und 44. Minute legten die Ragazer nach. Die Gastgeber nahmen damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im letzten Aufeinandertreffen. Vor vier Jahren hatten sich die Eschenbacher im abschliessenden Spiel der Saison 2021/22 mit 2:1 in Bad Ragaz durchgesetzt und damit den Wiederaufstieg in die 2. Liga gesichert. Bad Ragaz kam dann im Juni 2025 nach oben.
3. Liga, Gruppe 1
Gleich in der ersten Runde stand am Samstag das Derby zwischen Uznach und der dritten Mannschaft des FC Rapperswil-Jona im Programm. Die Uzner revanchierten sich dabei für die beiden knappen Niederlagen in der vergangenen Saison. Hatten sie damals sowohl auswärts als auch zu Hause mit 1:2 den Kürzeren gezogen, feierten sie diesmal einen 1:0-Heimsieg. Das Tor erzielte Simon Steiner in der 73. Minute per Penalty, nachdem Sebastian Kemp nach einem schnellen Umschalten nach einem Ballgewinn im Strafraum gefoult worden war. Den Sieg hatten die Uzner letztlich vor allem ihrer gut organisierten Defensive zu verdanken. Die Rosenstädter hatten mehr Spielanteile, zu Beginn das Geschehen sogar klar dominiert.
4. Liga, Gruppe 3
Von den vier regionalen Vertretern sind zwei siegreich in die Meisterschaft gestartet. Im Duell zweier zweiter Mannschaften setzten sich die Uzner zu Hause mit 2:0 gegen Linth 04 durch. Die vierte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona siegte derweil auswärts in Flums mit 2:1. Schmerikon erreichte auswärts bei Walenstadt II ein 1:1. Ebenso mit einem Unentschieden begnügen musste sich Wagen. Trotz zweimaliger Führung gab es zu Hause gegen Rüti «nur» ein 2:2. Beide Treffer der Gäste fielen per Penalty, der zweite tief in der Nachspielzeit, sprich in der 94. (!) Minute.
Women's Super League
Auf den souveränen 4:1-Heimsieg gegen St. Gallen folgte bei den Super-League-Frauen des FC Rapperswil-Jona am zweiten Spieltag die grosse Ernüchterung. Im Zürcher Letzigrund setzte es gegen das Team der Grasshoppers eine 0:6-Klatsche ab.
Dabei leiteten die Rosenstädterinnen – böse gesagt – ihren Untergang gleich selber ein. Durch das Pressing der Gastgeberinnen arg unter Druck gesetzt, missriet FCRJ-Torfrau Lea van Weezenbeek Sekunden nach dem kurz ausgeführten Abstoss der Pass zur Seite. Der Ball landete via Bein der heraneilenden GC-Stürmerin Michelle Storni im eigenen Tor. Kurz vor der Pause erhöhte Ilaria Nerea Maddaloni mit einem sehenswerten Distanzschuss, abgefeuert aus rund 20 Metern aus vollem Lauf heraus, auf 2:0 für die in allen Belangen überlegenen Gastgeberinnen.
Nach dem Seitenwechsel machte GC dann früh den Sack zu. In der 50. Minute war es erneut Maddaloni, die traf. Diesmal mit einem platzierten Schuss von Höhe Penaltypunkt. Später erhöhten die auf diese Saison hin vom FCRJ abgeworbene jamaikanische Nationalspielerin Paige Bailey-Gayle (71.), Ella Ljustina (76.) und Yllka Kadriu (89.) zum Endstand von 6:0.
FCRJ-Mittelfeldspielerin Queralt Torradeflot sagte hinterher, sie hätten es GC in einigen Situationen zu leicht gemacht. Gleichzeitig sei die Überzeugung nicht in dem Masse da gewesen wie im sehr guten Startspiel gegen St. Gallen. «Ich glaube, wir sollten immer mutig nach vorne spielen. Wir hatten einige Offensivaktionen, haben diese aber zu wenig konsequent zu Ende gespielt.» Es gelte nun, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen und wieder an den Startmatch anzuknüpfen, sprich wieder den Glauben zu finden, in dieser Liga eine gute Rolle spielen zu können.
Während die Rosenstädterinnen im zweiten Spiel die erste Saisonniederlage hinnehmen mussten und in der Tabelle vom 2. auf den 6. Rang zurückfielen, war es für die Zürcherinnen im zweiten Spiel der zweite Kantersieg. Zum Auftakt hatten sie sich in Aarau mit 5:1 durchgesetzt. Sie sind damit Spitzenreiter, gefolgt vom FC Zürich und Basel, die ebenfalls mit zwei Siegen in die neue Spielzeit gestartet sind.
Weiter geht das Programm der FCRJ-Frauen am kommenden Samstag mit dem Match beim Erstligisten FC Mels in der 1. Runde des Schweizer Cups.
Frauen, 1. Liga, Gruppe 2
Die Eschenbacherinnen starteten mit dem Auswärtsspiel bei NLB-Absteiger Wädenswil in die Meisterschaft. Das Spiel endete 2:2 unentschieden. Die Gastgeberinnen legten zweimal vor, Joya Tognoni (44.) und Viviane Gübeli (88.) glichen für Eschenbach jeweils wieder aus. Als Nächstes steht für die Eschenbacherinnen ein Einsatz im Schweizer Cup an. In der 1. Runde treten sie am kommenden Samstag beim Zweitligisten Widnau an.
Frauen, 2. Liga
Die Uznerinnen sind erfolgreich in ihre zweite 2.-Liga-Saison gestartet. Auswärts gewannen sie das Derby gegen die zweite Equipe des FC Rapperswil-Jona mit 1:0. Dies aber in extremis: Den Siegtreffer erzielte Chantal Kraft erst in der 89. Minute.
Schwingen: Nur ein «Rapperswiler» absolviert auf der Schwägalp alle Gänge
Die Ausbeute am Schwägalp-Schwinget war nicht nur für die Nordostschweizer Spitze, sondern auch für die Schwinger in der zweiten Reihe bescheiden. Das teilnehmende Trio des Schwingerverbands Rapperswil und Umgebung bildete dabei keine Ausnahme.
Für Sandro Gmür aus Amden, der erstmals am Fusse des Säntis dabei war, endete der Wettkampf nach vier gestellten Gängen im 23. Rang. Den Ausstich und somit die Chance, zwei weitere Gänge zu schwingen, verpasste er um Haaresbreite. «Ich hätte natürlich schon gerne einen Gang gewonnen, doch es war auch so ein sehr eindrückliches Erlebnis», sagte der 29-Jährige hinterher. Es war auch eine Steigerung gegenüber seinem ersten Auftritt bei einem Bergkranzfest überhaupt Mitte Juni auf dem Stoos. Dort hatte Gmür zweimal gestellt und zweimal verloren.
Ziegler muss Fest abbrechen
Andreas Ziegler aus Kaltbrunn stand zum zweiten Mal auf der Schwägalp im Einsatz. 2025 hatte er alle sechs Gänge absolvieren dürfen (ein Sieg, ein Gestellter, vier Niederlagen) und sich im 22. Rang klassiert. Diesmal musste er den Wettkampf nach drei Kämpfen verletzungsbedingt abbrechen.
«Der Ellbogen macht mir zu schaffen», erklärte er am Tag danach. Bereits am vergangenen Donnerstag habe er im Training gemerkt, dass etwas nicht stimmt. «Auf der Schwägalp war der Ellbogen dann geschwollen, sodass ich im zweiten Gang kaum noch greifen konnte.» Eine ähnliche Verletzung erlitt Ziegler bereits 2025.
Durchhänger nach Startsieg
Erfolgreichster «Rapperswiler» beim diesjährigen Schwägalp-Schwinget war «Söldner» Manuel Weber aus Pfäffikon ZH im 19. Rang. Nach einem fulminanten Sieg im ersten Gang gingen die folgenden drei Gänge verloren. Erst gegen Ende des Wettkampfs fand Weber zu seiner Paradedisziplin, der Verteidigung, zurück, sodass die letzten beiden Duelle unentschieden endeten.
Mit seiner Schwägalp-Premiere zeigte sich Weber am Ende des Tages zufrieden: «Die Atmosphäre war schlicht einzigartig, und mit sechs geschwungenen Gängen habe ich mein persönliches Minimalziel erreicht.»