Restaurant «Mec Roland» in Kaltbrunn: Ein Burger kommt selten allein

«Dort gab es die ersten richtig guten Hamburger in der Region», sagte mein Sohn. Er und seine Kollegen seien deshalb oft nach Kaltbrunn gefahren. Er freute sich sehr, als ich ihn fragte, ob er mich zum Testessen zu «Mec Roland» begleiten würde. Auch von anderen jüngeren Männern hörte ich Gutes. Anscheinend war es vor zehn bis fünfzehn Jahren bei vielen ein Ritual, sich dort für den Ausgang zu stärken.
Viele Familien und junge Leute
Das scheint bis heute so zu sein. Als wir kürzlich bei «Mec Roland» eintreffen, ist das Lokal fast voll. Viele junge Menschen und etliche Familien mit kleineren Kindern sind da. Und alle kauen genüsslich ihre Hamburger und Schnitzelbrote, dippen lächelnd ihre Pommes in die Saucen.
Die müssen wirklich gut sein, denn das Ambiente macht auf Anhieb keine gute Laune. Das sehr grosse Lokal mit wenig Deko und grellem Neonlicht gleicht eher einer Konservenfabrik als einem Restaurant. Daran ändern auch die aprikosenfarbenen Wände und grünen Fensterrahmen nichts. Weil ich neun Jahre meines Berufslebens in Backstuben verbracht habe, verspüre ich aber positive nostalgische Gefühle.
Für gute Laune sorgt auch die Speisekarte: Es gibt so viele mögliche Burger-Varianten wie Kombinationen von Lottozahlen. Klassiker, Cheese, Spezial, Calzone, Cordon, Hawaii sind in verschiedenen Grössen und mit Rind, Poulet oder Schwein zu haben. Schwein und Poulet gibt es paniert. Auch ein Felchen-Burger und verschiedene Brötchen sind zu haben. Ähnlich viele Varianten gibt es bei den Hotdogs, hinzu kommen diverse vegetarische und vegane Burger, Nuggets, Spiessli, Salate, Fitnessteller und natürlich Pommes.