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Linthgebiet

Rapperswil-Jona schliesst um 14 Millionen besser ab als budgetiert

Acht Millionen Überschuss statt sechs Millionen Defizit: Die Rechnung 2025 der Stadt Rapperswil-Jona fällt massiv besser aus als budgetiert. Eine Steuererhöhung ist trotzdem nicht vom Tisch.
Pascal Büsser
16.04.2026, 12:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Die Jahresrechnung 2025 der Stadt Rapperswil-Jona schliesst mit einem Ertragsüberschuss von gut acht Millionen Franken ab und liegt damit deutlich über den Erwartungen. Das schreibt die Stadt Rapperswil-Jona in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Budgetiert war ursprünglich ein Defizit von sechs Millionen Franken. Ausschlaggebend für den besseren Abschluss ist in erster Linie die Einnahmensituation bei den Steuern. Diese lagen insgesamt um 11,5 Millionen Franken über dem Budget. Mehrerträge konnten insbesondere bei den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen, bei den Nachsteuern sowie bei den Steuern juristischer Personen verzeichnet werden. «Dabei handelt es sich um einen positiven Sondereffekt, der so nicht erwartet werden konnte», schreibt die Stadt.

Zusätzlich fiel das Ergebnis auch wegen tieferer Abschreibungen besser aus als erwartet. Im Verwaltungsvermögen mussten knapp zwei Millionen Franken weniger abgeschrieben werden, weil sich verschiedene Grossprojekte zeitlich verzögert haben.

Liquidität sinkt trotz Ergebnis

Der Stadtrat wertet das Rechnungsergebnis als positiv, ordnet es aber bewusst zurückhaltend ein. Der Ertragsüberschuss wird vollständig der Ausgleichsreserve zugewiesen. Diese steigt damit auf knapp 142 Millionen Franken. «Wobei zu erwähnen ist, dass diese Reserve in den letzten Jahren laufend dazu genutzt wurde, Investitionen zu decken. In der Folge sind das keine liquiden Mittel, die für die kurzfristige Deckung von Aufwandüberschüssen oder die Verringerung von Schulden genutzt werden können», schreibt die Stadt.

Gleichzeitig macht die Jahresrechnung deutlich, dass ein gutes buchhalterisches Ergebnis nicht automatisch mehr frei verfügbare Mittel bedeutet. Die flüssigen Mittel der Stadt sind im Jahr 2025 um knapp sechs Millionen Franken auf rund 13 Millionen gesunken.

Problem Selbstfinanzierungsgrad bleibt

Der Selbstfinanzierungsgrad lag 2025 bei lediglich 20 Prozent. «Das bedeutet, dass vier von fünf investierten Franken durch zusätzliche fremde Mittel finanziert werden mussten», lässt sich Stadtpräsidentin Barbara Dillier zitieren. In der Folge sind die Fremdmittel-Kredite per Ende 2025 auf insgesamt gut 156 Millionen Franken angestiegen.

«Der positive Abschluss 2025 ist erfreulich. Er ändert aber nichts daran, dass die Stadt ihre grossen Investitionen weiterhin nur zu einem kleinen Teil aus eigener Kraft finanzieren kann», hält der Stadtrat fest. Um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern, brauche es weiterhin gezielte Massnahmen und klare Prioritäten.

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