Schiffbruch in der Verlängerung: Die Lakers müssen in die Ferien
Was für eine Achterbahn der Emotionen. Es ist ein hoch spannendes Hin und Her, ein Kampf auf Biegen und Brechen, den die Rapperswil-Jona Lakers und Ambri-Piotta an diesem Donnerstagabend im Lido zeigen. Am Schluss hat der HC Ambri-Piotta ganz knapp das bessere Ende auf seiner Seite – Philippe Maillet lenkt in der 79. Minute einen Puck ab, der glücklich den Weg ins Tor findet. Es ist ein Stich mitten in das Rapperswil-Joner Herz. Das Rapperswiler Lido fällt in eine Schockstarre. Die Saison der Lakers ist zu Ende. Auf die bitterste mögliche Art und Weise.
Dabei sind es an diesem Abend lange die Lakers, die das Wettglück auf ihrer Seite haben. Im Showdown, in dem es für beide Teams um alles oder nichts geht, legen sie zwar keinen guten Start hin.
Jensen lässt die Lakers träumen
Keine Minute ist gespielt, ehe Ambris Miles Müller den sicheren Führungstreffer vor dem leeren Tor verpasst. Auch in der Folge nehmen die Lakers mehrfach das Puckglück in Anspruch. So auch in der 17. Minute, als ein von tief geschossener Puck der Lakers so von der Bande zurückprallt, dass er direkt auf dem Stock von Malte Strömwall landete. Der Lakers-Topskorer, der nach überstandener Krankheit wieder zurück im Line-up ist, übertölpelt Janne Juvonen im Ambri-Tor und versenkt die Scheibe im nahen Eck.
Es ist keine Hockey-Feinkost, die die beiden Mannschaften den 6100 Zuschauenden im ausverkauften Lido bieten. Es ist nicht zu verbergen, dass hier der Neunt- und der Zehntplatzierte der Qualifikation gegeneinander antreten. Beide Mannschaften wollen lange nicht zu viel Risiko eingehen und machen ziemlich viele Fehler.
Ambri gleicht dann kurz nach Spielmitte aus, Philippe Maillet verwertet einen Abpraller nach einem DiDomenico-Ablenker. Der Kanadier ist so oder so omnipräsent auf dem Eis und wird auch später noch für Aufregung sorgen. Doch dazu später mehr. Die Lakers schlagen aber wieder zurück – und das Puckglück ist erneut auf ihrer Seite. In der 47. Minute pariert Juvonen zuerst Dominic Lammers Schuss, doch dann springt er von der Bande zurück auf dessen Stock – mit dem 2:1 gleichen die Lakers das Skore wieder aus. Und es kommt gar noch besser: In der 55. Minute versetzt Nicklas Jensen, der die Lakers bereits am vergangenen Samstag in die Play-ins schoss, das Lido in Ekstase. Er staubt nach einem – erneut – glücklichen Abpraller ab.