Nach sechs Jahren ist Schluss: Gemeindepräsidentin von Kaltbrunn tritt zurück
Unerwartete Medienmitteilung des Gemeinderates Kaltbrunn: «Daniela Brunner-Gmür tritt als Gemeindepräsidentin per 31. Mai 2026 zurück.» Seit dem 9. Februar 2020 habe Brunner «das ehrenvolle Amt als Gemeindepräsidentin mit viel Freude und Herzblut» geführt, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstagmittag.
Brunner-Gmür will berufliche Veränderung in Angriff nehmen
Daniela Brunner-Gmür hat sich laut Mitteilung nach einer persönlichen und beruflichen Standortbestimmung entschieden, das Amt als Gemeindepräsidentin auf Ende Mai 2026 niederzulegen. «Sie hat beschlossen, nochmals eine berufliche Veränderung in Angriff zu nehmen.» Dafür nennt der Gemeinderat persönliche Gründe: «Stets im Lichte der Öffentlichkeit zu stehen und die wenig verbleibende Zeit für die Familie und Privates zur Verfügung zu haben, erfuhr sie als zunehmende persönliche Herausforderung.»
«Mit grosser Wertschätzung blicke ich auf die wertvolle Zeit zurück. Sie hat mir viel ermöglicht und mir einen grossen Erfahrungsschatz und unzählige wertvolle Begegnungen geschenkt», lässt sich Brunner in der Mitteilung zitieren.
2020 in Kaltbrunn mit Topergebnis gewählt worden
Daniela Brunner-Gmür war 2020 mit einem Glanzresultat gewählt worden. Als einzige offizielle Kandidatin übertraf sie das absolute Mehr um knapp 500 Stimmen. 1043 Kaltbrunner legten ihre Stimme damals für Brunner in die Urne. Bei 1293 Stimmzetteln waren 1181 gültige Stimmen abgegeben worden. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 38 Prozent.
Und in der Mitteilung heisst es weiter, dreimal habe die Stimmbürgerschaft Brunner-Gmür grosses Vertrauen ausgesprochen und sie mit viel Wohlwollen und Zuspruch (wieder-)gewählt. «In den vergangenen neun Amtsjahren, zuerst drei Jahre als Gemeinderätin und sechs Jahre als Gemeindepräsidentin, setzte Daniela Brunner-Gmür für unsere Gemeinde mit grossem und persönlichem Einsatz umfangreiche und anspruchsvolle Projekte um.» Explizit genannt werden die Erweiterung des Alterszentrums Sonnhalde, der Neubau des Feuerwehrdepots und der Umbau des alten Feuerwehrdepots in den Werkhof.
Neuwahl bereits am 3. Mai
Zusätzlich leitet Brunner-Gmür seit dem 19. Dezember 2024 die Bauverwaltung ad interim. «Die vielen Investitionen und der Rückblick an der Strategiesitzung des Gemeinderates im Frühling führten das Geleistete nochmals klar vor Augen.»
Der Gemeinderat habe den Rücktritt mit grossem Bedauern genehmigt. Die Termine für die Ersatzwahl stehen bereits fest. Der erste Wahlgang findet am Sonntag, 3. Mai 2026, statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang wird am Sonntag, 16. August 2026, durchgeführt. Die Formulare sind ab 12. Dezember 2025 auf der Gemeindekanzlei oder auf der Website der Politischen Gemeinde verfügbar.