Nach hartem Kampf: Die Joner Faustballerinnen sichern sich Bronze
Faustball: Nach Rang 4 vor Jahresfrist holen die Jonerinnen nun Bronze
Das Finalturnier der Feldmeisterschaft 2026 vom Wochenende in Neuendorf begann für die Faustballerinnen des TSV Jona mit einer Enttäuschung. Im Halbfinal gegen die Titelverteidigerinnen aus Diepoldsau mussten sie am Samstag eine 1:3-Niederlage hinnehmen.
Tags darauf gab es dann aber ein Happy End. Das Team vom Obersee sicherte sich mit einem 3:1-Sieg gegen Elgg-Ettenhausen die Bronzemedaille.
Der Weg aufs Podest war jedoch alles andere als einfach. Die ersten drei Sätze des Bronze-Spiels waren allesamt äusserst umkämpft und geprägt von langen Ballwechseln. Elgg-Ettenhausen sicherte sich den Startsatz mit 13:11. Ab dem zweiten Satz wirkten die Jonerinnen dann ruhiger und auch abgeklärter. So entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem das Team vom Obersee aber meist leicht vorne lag und sich am Ende jeweils mit 12:10 durchzusetzen vermochte. Mit dieser Führung im Rücken liessen sich die Jonerinnen nicht mehr von der Siegesstrasse abbringen. Der vierte Durchgang war der klarste des gesamten Spiels: Mit 11:6 setzten sich die Jonerinnen durch und durften sich am Ende über den Gewinn der Bronzemedaille freuen.
Kreuzlingen überragend
Den Schweizer Meistertitel im Feld sicherte sich erstmals überhaupt Kreuzlingen. In der Neuauflage des Finals der vergangenen Hallensaison setzten sich die Thurgauerinnen wiederum gegen Diepoldsau durch. Die Kreuzlingerinnen starteten nach Mass, gewannen den ersten Satz mit 11:8. In der Folge zeigten die Titelverteidigerinnen aus Diepoldsau jedoch, dass sie nicht gewillt waren, sich so leicht geschlagen zu geben. Dank einer Leistungssteigerung konnten sie ausgleichen (11:8). In Durchgang Nummer 3 gingen die Kreuzlingerinnen schnell mit 9:3 in Führung und brachten den Satz schliesslich mit 11:8 ins Trockene. Sichtlich beflügelt zogen sie im Folgesatz sogleich auf 6:2 davon und konnten dann den zweiten Matchball zum 11:6 verwandeln.
Im Halbfinal hatten sich die Kreuzlingerinnen am Samstag souverän mit 3:0 gegen Elgg-Ettenhausen durchgesetzt. Sie können damit auf eine perfekte Saison ohne eine einzige Niederlage zurückblicken.
Fussball: FCRJ-Frauen bringen FCZ in Bedrängnis
Das 1:1 im Heimspiel gegen den Cup- und Play-off-Finalisten YB hat den Rosenstädterinnen offenbar viel Selbstvertrauen verliehen. Eine Woche später starteten sie am Samstag jedenfalls äusserst selbstbewusst ins Heimspiel gegen den FC Zürich. Sie setzten den Tabellenführer früh unter Druck und provozierten damit Fehler.
Hinzu kam ein ganz starker Auftritt von Offensivspielerin Leyla McFarland. In der 21. und nochmals in der 40. Minute setzte sich die nordirische Nationalspielerin jeweils im Eins-gegen-eins gegen ihre Gegenspielerin durch und schoss die als klare Aussenseiterinnen in die Partie gegangenen Gastgeberinnen mit 2:0 in Front.
Mit einem Doppelschlag unmittelbar vor der Pause kamen die Zürcherinnen dann aber in die Partie zurück. Und nach Wiederbeginn gelang ihnen noch die komplette Wende. Letztlich setzte sich der Favorit, bei dem Janina Egli doppelt traf, mit 4:2 durch und steht somit auch nach Runde 4 mit dem Punktemaximum da. Die FCRJ-Frauen blieben auf ihren vier Punkten sitzen und rutschten vom 6. auf den 7. Rang ab.
Für McFarland war klar, was letztlich die Differenz ausmachte: «Sie haben einfach ihre Chancen besser genutzt als wir. Wir können aber viel Positives mitnehmen.» Schon am Mittwoch geht es für die FCRJ-Frauen weiter – mit dem wichtigen Auswärtsspiel beim Tabellenfünften Luzern, einem Team, das auf Augenhöhe liegt.
Rapperswil-Jona – Zürich 2:4 (2:2)
Grünfeld. – 284 Zuschauende. – SR: Talarico.
Tore: 21. McFarland 1:0. 40. McFarland 2:0. 44. Egli 2:1. 45. (+1) Dubs 2:2. 61. Egli 2:3. 89. Kajzba 2:4.
Rapperswil-Jona: Van Weezenbeek; Asgeirsdottir, Christen, Duff, Profé; Kott (60. Saric); Bove, Torradeflot (69. Deda); Kannady (60. Parapunova), McFarland (60. Borgen); Way (78. Popadinova).
Zürich: Gmür; Blumenthal (46. Mohammed), Mégroz, Bürge, Wild (90. O'Riordan); Cavar (46. Eads), Schuster; Bücher (75. Stoob), Dubs (59. Hinder), Egli; Kajzba.
Bemerkungen: 24. Lattenschuss Kajzba. – Verwarnungen: 19. Wild, 65. Mégroz, 82. Popadinova.
Fussball: Weesens Topstürmer trifft dreimal
2. Liga interregional, Gruppe 5
Die Weesner sind nach der 0:1-Niederlage in Ruggell umgehend auf die Siegesstrasse zurückgekehrt. Im heimischen Moos feierten die Gasterländer am Samstag einen 3:1-Erfolg gegen Balzers. Der Mann des Spiels war zweifellos Edison Syla. Der Stürmer erzielte alle drei Weesner Tore. Zunächst sorgte er für eine 2:0-Pausenführung (11./37.). Und in der 92. Minute dann für die Siegsicherung, nachdem Balzers mit dem Anschlusstreffer (76.) nochmals so richtig Spannung in die Partie gebracht hatte.
Durch den Sieg schlossen die Weesner, deren Ziel Aufstieg heisst, zu Balzers auf und rückten in der Tabelle vom 11. auf den 5. Rang vor. Mit sechs Zählern nach drei Runden gehören sie zu einer Gruppe von fünf Teams, die alle einen Punkt Rückstand auf Leader Seefeld aufweisen.
2. Liga, Gruppe 1
Nach drei klaren und einer knappen Niederlage fuhren die Eschenbacher am Sonntag endlich ihren ersten Punkt der neuen Saison ein. Dies mit einem 2:2 in Rebstein. Das Resultat kam in extremis zustande: Erst in der 93. Minute gelang Kaan Polat der Ausgleich für den Tabellenletzten. Derselbe Spieler hatte die Gäste schon früh in Führung geschossen (3.). Im Anschluss hatte Rebstein die Partie mit zwei Treffern (23./54.), den ersten davon per Penalty erzielt, dann aber gedreht.
3. Liga, Gruppe 1
Bei den Uznern wechseln sich in der neuen Saison bisher Siege und Niederlagen konsequent ab. Am Sonntag setzte es in Walenstadt in einer hitzigen Partie (je vier gelbe Karten) eine 0:2-Pleite ab. Beide Gegentore fielen in der zweiten Halbzeit. In der Tabelle fiel Uznach vom 3. auf den 6. Rang zurück.
Direkt dahinter folgt Rapperswil-Jona, das nach zwei Niederlagen am Samstag nun den zweiten Sieg in Folge feierte und in der Tabelle vom 10. auf den 7. Rang vorrückte. Die Treffer beim 2:1-Erfolg in Bonaduz erzielten Paulo Avellaneda (26./1:0) und Raphael Büsser (70./2:1).
4. Liga, Gruppe 3
Das Lokalderby vom Sonntag in Wagen zwischen den Gastgebern und der vierten Mannschaft des FC Rapperswil-Jona war zugleich der Spitzenkampf der beiden einzigen bis dahin ungeschlagenen Teams. Das Heimteam setzte sich mit 3:1 durch und führt die Tabelle nun mit drei Punkten Vorsprung vor den Rosenstädtern sowie Uznach 2 und Schmerikon an. Für Wagen trafen Tobias Zuppiger (9./1:0) und zweimal Marcel Kluge (77./2:0, 84./3:1), zwischenzeitlich verkürzte Oscar Pereira für die Gäste (79./2:1).
Die Schmerkner siegten am Samstag zu Hause gegen die zweite Equipe von Linth 04 nach frühem 0:1-Rückstand dank einer späten Doublette von Sandro Geronimi (84./89.) mit 2:1. Die Uzner Reserven feierten gleichentags einen 3:1-Heimsieg gegen Rüti.
5. Liga
Ein Lokalderby um den Spitzenplatz gab es auch in der Gruppe 3 der untersten Liga. Das in Schmerikon beheimatete Kosova 19 behielt dabei gegen Eschenbach 2a knapp mit 3:2 die Oberhand. Zum 1:1 konnten die Gäste noch ausgleichen, der Anschlusstreffer zum 2:3 kam dann etwas gar spät (92.). Die Eschenbacher gaben somit erstmals Zähler ab, Kosova 19 kann derweil weiterhin das Punktemaximum vorweisen.
Frauen, 1. Liga, Gruppe 2
Der erste Sieg der Eschenbacherinnen in der laufenden Meisterschaft ist Tatsache. Nach zwei Unentschieden bezwangen sie am Samstag zu Hause im dritten Anlauf Balerna. Und das souverän und klar mit 6:0. Zur Pause führte das Heimteam bereits mit 4:0. Viviane Gübeli zeichnete sich als Doppeltorschützin aus, traf zum 1:0 (4.) und 2:0 (27.). In der Tabelle gelang damit der Sprung vom 9. auf den 3. Platz.
Frauen, 2. Liga
Seit dem 1:0-Auftaktsieg im Derby in Rapperswil-Jona läuft es den Uznerinnen überhaupt nicht mehr. Das 1:4 vom Samstag bei Thusis/Cazis war die dritte klare Niederlage in Serie. Der Ehrentreffer zum Schlussresultat gelang Leonie Müller in der 83. Minute.
Unglücklich lief es für die Rapperswil-Jonerinnen. Dank einem Doppelpack von Aurora De Col (78./86.) sahen sie wie die Siegerinnen aus, ehe in der 97. (!) Minute der Gegentreffer zum 2:2-Endstand folgte.
Mountainbike: Müde Koller hat gegen Keller das Nachsehen
Eine Woche nach den Weltmeisterschaften trafen sich zumindest Teile der Schweizer Mountainbike-Elite zum Rennen des Swiss Bike Cups im bernischen Huttwil, darunter auch Fahrerinnen und Fahrer vom Veloclub Eschenbach, sprich aus der Region.
Bei den Elite-Frauen standen Nicole Koller und Tina Züger am Start. Koller fehlte nach dem Gewinn von WM-Bronze und einer anstrengenden Woche etwas die Kraft. Nach zwei Runden an der Spitze musste sie die spätere Siegerin Alessandra Keller ziehen lassen, fuhr anschliessend ein einsames Rennen und erreichte das Ziel mit 1:49 Minuten Rückstand auf die Nidwaldnerin als Zweite. «Ich habe heute mehr gegen mich gekämpft als gegen die Konkurrentinnen», wird Koller auf der Website des VCE Eschenbach zitiert. Und weiter: «Ich hoffe, es folgt nun eine ruhigere Woche, damit ich mich für die nächsten Rennen erholen kann.»
Züger aus Rieden fuhr derweil ein konstantes Rennen und erreichte das Ziel als Neunte, gut achteinhalb Minuten nach der Siegerin.
Forster übernächtigt – aus erfreulichem Grund
Bei den Elite-Herren schrammte der Neuhauser Marcel Guerrini um sieben Sekunden am Podest vorbei – er wurde Vierter. Den Sieg sicherte sich der Urner Fabio Püntener vor dem Bündner Vital Albin (2.) und dem Zürcher Luca Schätti (3.).
Andri Frischknecht vom VC Eschenbach wurde Fünfter, Lars Forster aus Rieden Neunter. Letzterer berichtete hinterher: «Das Rennen lief ganz okay. Ein bisschen hat die Energie gefehlt, aber aus gutem Grund, denn am Freitag durfte ich Vater eines Sohnes werden. Der Schlaf kam daher in den letzten Tagen etwas zu kurz.»
Rang 8 für Federer und Glaus
Jeweils als Achte erreichten Pema Federer bei den U23-Herren und Jana Glaus bei den U23-Frauen das Ziel. Der Schmerkner wurde auf den ersten Runden mehrmals von Konkurrenten abgedrängt und somit aufgehalten. Am Ende büsste er 2:02 Minuten auf Sieger Tom Perrin aus Frankreich ein. Die Schännerin Glaus fuhr 6:38 Minuten nach der siegreichen Fiona Schibler ins Ziel.