Licht und Schatten: Die Joner Faustballer feiern, die Weesner Fussballer trauern
American Football: Orks sind beim Leader chancenlos
In ihrem neunten Match in der Nationalliga B bekamen es die in Rapperswil-Jona beheimateten Glarus Orks am Samstag auswärts mit den Langenthal Invaders zu tun. Und das unbestrittene Topteam der zweithöchsten Spielklasse war deutlich zu stark für den Aufsteiger um Quarterback Noah Agatiello aus Eschenbach: Die Orks mussten sich mit 0:49 geschlagen geben. Während die Invaders damit weiterhin verlustpunktlos die Tabelle anführen, bleibt das Team aus der Region punktlos auf dem letzten Platz.
Faustball: Jonern gelingt auf Heimrasen der Befreiungsschlag
Männer, Nationalliga A:
Aufatmen bei den Jonern: Zum Auftakt der Rückrunde gelang ihnen am Samstag im heimischen Grünfeld endlich der erste Saisonsieg. Im Kellerduell setzten sie sich gegen Diepoldsau-Schmitter klar mit 3:0 (11:5, 11:7, 11:7) durch.
In der zweiten Partie des Tages gegen den Vizemeister Wigoltingen mussten die Gastgeber dann trotz phasenweise sehr guter Leistung eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Dennoch überwog nach diesem Spieltag das Positive: Der lang ersehnte Befreiungsschlag ist geglückt und in der Tabelle kam es zum Positionstausch. Jona liegt nun auf dem Barragerang, Diepoldsau auf dem Abstiegsplatz.
Frauen, Nationalliga A:
Die Jonerinnen standen am Sonntag im Rahmen der 4. Qualifikationsrunde in Elgg im Einsatz. In der ersten Partie zogen sie gegen die direkt vor ihnen im 2. Rang klassierten Schweizer Meisterinnen aus Diepoldsau klar mit 0:3 (5:11, 3:11, 6:11) den Kürzeren. Im zweiten Spiel setzten sie sich dann souverän mit 3:0 (11:4, 11:6, 11:7) gegen das fünfplatzierte Schlieren durch, welches davor überraschend einen 3:2-Erfolg gegen Diepoldsau gefeiert hatte. Umso wichtiger war der Sieg im Direktduell für die Jonerinnen: So haben sie im Kampf um die Plätze für das Final-4-Turnier nun zwei Zähler Vorsprung auf Elgg-Ettenhausen und Schlieren.
Fussball: FC-Weesen-Präsident kündigt Veränderungen an
2. Liga interregional, Gruppe 5:
Seit Samstag steht fest: Der FC Weesen steigt nicht ein zweites Mal in Serie auf, die Rückkehr in die 1. Liga ist mindestens eine Saison verschoben. Die Equipe vom Walensee kam im Kantonsderby bei Dardania St. Gallen nicht über ein 5:5 hinaus – und liess so entscheidend Punkte liegen auf die Konkurrenz. Den Aufstieg machen in der allerletzten Runde Leader Gossau, der am kommenden Samstag im Weesner Moos gastiert, und Seefeld, das beim noch um den Ligaerhalt kämpfenden Tabellenvorletzten Chur 97 antritt, unter sich aus.
Die Enttäuschung beim FC Weesen ist riesig, speziell bei Präsident Hansjörg Gutknecht, der «sein» Fanionteam unbedingt wieder in der 1. Liga sehen will. Vergeben hat die Mannschaft den Aufstieg aber nicht jetzt, sondern in den Partien davor, wie er sagt. Beim 0:3 bei Seefeld, wo es bis zur 93. Minute 0:1 stand und vor allem dem 5:5 im Derby gegen Linth 04, wo die Weesner 4:1 und 5:2 führten. «Da stellten wir uns taktisch zu ungeschickt an. Einen solchen Vorsprung muss man einfach über die Zeit bringen.» Ein Problem in der entscheidenden Phase der Meisterschaft sei die Kaderbreite gewesen. «Wir konnten kaum mehr auswechseln. Wegen Sperren und Verletzungen hatten wir nur noch 12, 13 Akteure zur Verfügung, mussten Spieler der zweiten Mannschaft mitnehmen, um überhaupt Leute auf der Ersatzbank zu haben.» Im Hinblick auf die nächste Saison will Gutknecht die Lehren daraus ziehen. Er kündigt grössere Veränderungen an, will aber noch nicht ins Detail gehen. «Es ist schon einiges aufgegleist. Wir werden sicher wieder eine gute Mannschaft zusammenhaben», so Gutknecht. Kein Thema ist Trainer Ursal Yasar. Der Präsident dazu: «Auch er muss sich nach den letzten paar Spielen natürlich hinterfragen. Aber grundsätzlich macht er einen guten Job. Er bleibt unser Trainer. Er passt zu uns.»
2. Liga, Gruppe 2:
Im letzten Heimspiel der Saison bekam es der FC Eschenbach am Samstag mit der zweiten Mannschaft des FC Uzwil zu tun. Bevor es losging, wurden fünf Spieler der Gastgeber gebührend verabschiedet. Robert Stojanov, der im Klub Legendenstatus hat, Timon Keller, Ramon Huber und der langjährige Profifussballer sowie zweifache Schweizer Meister Kim Jaggy beenden ihre Aktivkarriere zum Ende der Saison. Und Nico Reithebuch verlässt den Klub. Im Match selber stachen dann andere heraus. Kaan Polat schoss das Heimteam mit einem lupenreinen Hattrick in Front (11./18./39.), ehe Noël Langer auf 4:0 erhöhte (64.). Kurz vor Schluss gelang den Gästen der Ehrentreffer. Die Eschenbacher feierten damit den fünften Sieg in Serie und rückten vom 9. auf den 8. Platz vor. Der Ligaerhalt ist damit auch rechnerisch fix.
Bereits am Donnerstag hatte die U20-Equipe des FC Rapperswil-Jona gespielt. Ebenfalls erfolgreich: Die Rosenstädter gewannen beim Tabellensiebten Romanshorn mit 3:1 und verteidigten damit Platz 2 hinter dem bereits als Aufsteiger feststehenden Frauenfeld. Die Tore erzielten Edijon Ejupi (10.) und Rrezart Bytyqi (18./74.).
3. Liga, Gruppe 4:
Sowohl Rapperswil-Jona als auch Uznach absolvierten in der zweitletzten Runde der Saison ihr letztes Heimspiel. Und beide feierten Zu-Null-Siege. Die Uzner (Rang 5) setzten sich gegen Kirchberg (10.) mit 2:0 durch, die Rosenstädter (2.) gegen das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht Neckertal-Degersheim mit 3:0.
4. Liga, Gruppe 8:
Nach dem 1:1 gegen Rapperswil-Jona stand für Schmerikon am Samstag in der allerletzten Runde das zweite Nachbarschaftsderby in Serie an. Und diesmal mussten die Seebuben untendurch. Bei der zweiten Mannschaft des FC Uznach setzte es eine 0:2-Niederlage ab. In der Tabelle tauschten die Teams dadurch die Plätze: Die Uzner beenden die Saison auf Rang 7, die Schmerkner auf Platz 8. Der FC Wagen, der zum Abschluss in Walenstadt mit 3:0 gewann, klassiert sich auf Position 3, direkt vor der vierten Mannschaft des FC Rapperswil-Jona, die sich zu Hause mit einer 0:7-Klatsche gegen Linth 04 II in die Sommerpause verabschiedete.
Frauen, 1. Liga, Gruppe 2:
Die Eschenbacherinnen bekamen es zum Abschluss der Meisterschaft am Samstagabend zu Hause mit Gambarogno zu tun. Die Tessinerinnen machten dabei deutlich, weshalb sie sich überlegen den Aufstieg in die NLB gesichert haben, und setzten sich mit 4:0 durch. Eschenbach beendet die Saison auf Rang 5. Das Ziel, den zur Winterpause belegten Rang zu halten, ist damit erreicht worden. Zudem gelang die erhoffte Steigerung gegenüber der Saison 2024/25, in der mit Platz 7 erstmals seit dem Wiederaufstieg im Frühjahr 2021 die Top 5 verpasst worden war.
Frauen, 2. Liga:
Obwohl es die Saison am Sonntag mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Uzwil (4. Rang) beendete, hatte das zweite Team des FC Rapperswil-Jona (10.) auch Grund zum Feiern. Weil das Tabellenschlusslicht Münsterlingen zu Hause Thusis/Cazis mit dem gleichen Resultat unterlag, haben die Rosenstädterinnen den Ligaerhalt auf sicher.
Leichtathletik: Hitz knackt auch über 200 Meter die EM-Limite
Loan Hitz vom LC Rapperswil-Jona präsentiert sich weiterhin in Topform. Nachdem er beim Pfingstmeeting in Zofingen über 400 Meter die Limite für die U18-Europameisterschaften von Mitte Juli in Italien geknackt hatte, doppelte der Athlet mit Jahrgang 2010 am Samstag in Freienbach über 200 Meter nach. Hitz gewann in einer neuen persönlichen Bestzeit von 22,09 Sekunden, womit er knapp unter der geforderten Marke (22,10) blieb.
Volleyball: Jonas Peter wechselt in die 1. Bundesliga
Der im Nationalen Trainingszentrum Rapperswil-Jona ausgebildete Volleyballer Jonas Peter steht nächste Saison erstmals im Ausland unter Vertrag. Der 23-jährige Libero wechselt von Volley Näfels zum FT 1844 Freiburg in die 1. Bundesliga. «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Als Libero ist es nicht einfach, einen Vertrag im Ausland zu erhalten. Umso glücklicher bin ich über das Angebot aus Freiburg», sagt der Defensivspezialist, der vergangene Saison mit Näfels im Play-off- wie auch Cupfinal stand.
Vor seiner Zeit bei den Glarnern spielte der 187 Zentimeter grosse Zürcher zwei Jahre bei Volley Luzern unter Vertrag (2022–24). Nun wird er versuchen, auch auf deutschem Boden Fuss zu fassen. Freiburg schloss die vergangene Saison im 9. Rang ab (bei 15 Teams).