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Linthgebiet

Koller fährt auch am Heimweltcup stark – und die Faustballerinnen lösen das Finalticket

Mountainbikerin Nicole Koller sorgt in Lenzerheide für die regionalen Topresultate. Die Frauen des TSV Jona Faustball sichern sich Quali-Rang 3. Das und mehr lief am Wochenende im Regionalsport.
Linth-Zeitung
heute um 13:00 Uhr

Faustball: Joner feiern zweiten Saisonsieg

Für die NLA-Faustballer des TSV Jona stand am vergangenen Samstag in Ettenhausen die siebte und zweitletzte Qualifikationsrunde auf dem Programm. Im ersten Spiel des Tages feierten die Joner einen verdienten 3:0-Erfolg gegen Rickenbach-Wilen. Der erste Satz war hart umkämpft, das Team vom Obersee hatte am Ende aber die besseren Nerven und setzte sich mit 12:10 durch. In der Folge agierte Jona noch selbstbewusster und sicherte sich Durchgang zwei mit 11:8. Damit war der Widerstand des Gegners gebrochen, sodass Satz drei mit 11:4 eine klare Sache für Jona wurde.

Nach einer kurzen Verschnaufpause warteten die Gastgeber auf die Joner. Letztere konnten den Schwung aus der ersten Partie nicht mitnehmen und verloren den Startsatz klar mit 6:11. Im zweiten Satz (10:12) wurde es dann schon knapper, erst den dritten Umgang konnte aber Jona für sich verbuchen (11:8). Die Joner versuchten danach alles, um zumindest einen Entscheidungssatz zu erzwingen, kamen auch zu einem Satzball, vergaben diesen aber mit einem Eigenfehler. Letztlich entschieden die Gastgeber den dritten Durchgang knapp mit 12:10 für sich – und somit das Spiel mit 3:1 Sätzen.

Trotz der Niederlage im zweiten Spiel des Tages gelang es dem TSV Jona, den direkten Abstiegsplatz wieder an Diepoldsau abzutreten. Dank ihres Sieges im Nachtragspiel gegen Rickenbach-Wilen hatten die Diepoldsauer den Jonern den Barrageplatz (Rang 8) zwischenzeitlich abgejagt.

Ihre beiden letzten Qualifikationsspiele der diesjährigen Feldmeisterschaft bestreiten die Joner am kommenden Samstag in Widnau. Sie treffen dabei auf die sechstplatzierten Gastgeber und Tabellenführer Affeltrangen. (eing)

Faustball: Jonerinnen qualifizieren sich für Finalevent

Die NLA-Faustballerinnen des TSV Jona absolvierten am vergangenen Sonntag in Ettenhausen die letzte Qualifikationsrunde. In der Startpartie trafen die Jonerinnen auf Aufsteiger Widnau. Sie wirkten dabei nicht ganz konzentriert, produzierten vor allem in den ersten beiden Sätzen deutlich zu viele Eigenfehler. Trotzdem reichte es am Ende zu einem klaren 3:0-Sieg gegen das punktlose Schlusslicht. Damit sicherten sich die Jonerinnen auch bereits das Finalrundenticket.

Im abschliessenden Qualifikationsspiel bekam es Jona dann mit den ungeschlagenen Leaderinnen aus Kreuzlingen zu tun. Obwohl sie auch da auf ihre beiden Hauptangreiferinnen Celina Traxler und Adéla Lang verzichten mussten, starteten die Jonerinnen mutig und entschlossen in die Partie, hielten die Sätze offen und schnupperten sogar an einem Satzgewinn. Schlussendlich reichte es aber doch nicht und Kreuzlingen setzte sich mit 3:0 durch.

Die Jonerinnen beenden die Qualifikation somit auf dem 3. Rang – was bedeutet, dass sie am ersten September-Wochenende am Finalevent in Neuendorf im Halbfinal auf den Qualifikationszweiten Diepoldsau treffen, während es Kreuzlingen mit Elgg-Ettenhausen zu tun bekommt. Das Team vom Obersee hofft, dass dann Traxler und Adéla Lang wieder voll einsatzfähig sein werden, sodass es sich berechtigte Hoffnungen auf den Finaleinzug machen darf. (eing)

Mountainbike: Nicole Koller und Dario Lillo überzeugen

Am Wochenende stand für die Mountainbikerinnen und -biker aus der Region eines der Saisonhighlights auf dem Programm: der Heimweltcup in Lenzerheide. Es war zugleich der vierte Weltcup der Saison.

Für das Topergebnis aus regionaler Sicht sorgte in beiden Rennen Nicole Koller. Am Freitag im Short-Track (XCC) schrammte sie als Vierte haarscharf am Podest vorbei. Rang 4 – da war doch was? Richtig, disziplinenübergreifend war es für die 29-Jährige vom VC Eschenbach der vierte 4. Platz in Serie. Diesmal musste sie ihren beiden Landsfrauen Alessandra Keller (2. Rang) und Ronja Blöchlinger (3.) sowie der Amerikanerin Savilia Blunk den Vortritt lassen, die mit ihrem Sieg einen Schweizer Dreifachtriumph verhinderte. Zu Platz 1 fehlten Koller neun Hundertstel, zum dritten Rang fünf Hundertstel.

Am Sonntag im olympischen Cross-Country (XCO) lief es Koller nicht mehr ganz so gut. Sie verpasste relativ früh den Anschluss an die Spitzengruppe und musste dann immer wieder kleinere Lücken schliessen. Dies war kräftezehrend. So beendete sie das Rennen als Siebte, womit sie aber erneut die drittbeste Schweizerin war. Den Sieg sicherte sich Weltmeisterin Jenny Rissveds aus Schweden in überlegener Manier vor Blöchlinger und Blunk.

Lillo zeigt sich zufrieden

Ebenfalls zweimal in die Top Ten schaffte es in Lenzerheide Dario Lillo. Der Eschenbacher fuhr im Short-Track als bester Schweizer auf den 5. Rang. Sieger wurde der Franzose Adrien Boichis vor Landsmann Luca Martin und dem Amerikaner Bjorn Riley. Lillo fuhr acht Sekunden hinter der Spitze ins Ziel.

Am Sonntag beendete Lillo das Cross-Country-Rennen als drittbester Schweizer auf dem 10. Platz. Der 24-Jährige ging das hohe Anfangstempo der Spitze zunächst mit, musste diesen Effort im Mittelteil aber bezahlen. Anschliessend fand er jedoch eine starke Gruppe, in der er bis ins Ziel mithalten konnte. Mit dem Ergebnis zeigt sich Lillo zufrieden: «Es ist ein weiteres Top-Ten-Resultat – und deshalb insgesamt ein gutes Rennwochenende. Jetzt freue ich mich darauf, kurz zu Hause zu sein, bevor es in Italien weitergeht.»

Ganz vorne im Klassement standen auch am Sonntag die beiden Franzosen, diesmal in umgekehrter Reihenfolge. Dritter wurde erneut Riley. Im Gesamtweltcup führt nun ebenfalls Martin vor Boichis – und Lillo belegt Rang 3.

Forster und Züger im Pech

Die weiteren Athletinnen und Athleten aus der Region klassierten sich deutlich weiter hinten in den Ranglisten. Marcel Guerrini erreichte die Ränge 23. (XCC) und 32. (XCO), Lars Forster die Plätze 30. und 62. Letzterer hatte am Sonntag Pech. Nach einem kontrollierten Start wollte er das Tempo gegen Rennende erhöhen. Dieser Plan wurde jedoch durch einen Defekt durchkreuzt. Andri Frischknecht klassierte sich im 40. Rang (XCO).

Ein schwieriges Rennwochenende erlebte Tina Züger. Bereits am Freitag hatte die Elitefahrerin aus Rieden mit Magenproblemen zu kämpfen, was die Vorbereitung für das Rennen am Sonntag erschwerte. «Energietechnisch war es schwierig», sagte Züger zu ihrem Wettkampf. Während sie den ersten Teil des Rennens noch gut bewältigte und im Mittelteil einen guten Rhythmus fand, konnte sie sich nicht optimal verpflegen. Ein Plattfuss gegen Rennende bedeutete schliesslich das vorzeitige Rennende.

Im U23-Rennen musste sich Jana Glaus mit Rang 41 zufriedengeben. «Der Start war okay und die Strecke war wirklich cool. Ich wollte das Bestmögliche herausholen, habe den Flow aber nicht ganz gefunden», so die Schännerin, die sich nach ihrem starken Auftritt in Leogang mehr erhofft hatte.

Am nächsten Wochenende geht es bereits mit dem Weltcup im Val di Fassa im italienischen Trentino weiter. (bis)

Gravel: Trotz Sturz wird Kuhn in Luxemburg Sechster

Radquer-Profi Kevin Kuhn vom VC Eschenbach stand am Wochenende erneut bei einem Gravel-Rennen im Einsatz. Nach dem starken 2. Platz beim Ranxo Gravel in Spanien wurde er am Eislek Gravel in Luxemburg nun Sechster. Drei Runden mit gesamthaft rund 2609 Höhenmetern machten das Rennen zu einer echten Herausforderung. Umso mehr, als die Temperatur im Verlauf des Tages bis auf 35 Grad anstieg.

Kuhn präsentierte sich aber über weite Strecken des Rennens in hervorragender Verfassung und hielt sich konstant in der Spitzengruppe auf. Auf der Schlussrunde suchte er die Offensive, übernahm sich dabei aber etwas. Zwar schloss er später in einem Abstieg gemeinsam mit einer Gruppe von sechs Fahrern zum Führenden auf, doch kurz darauf musste der 28-Jährige dem hohen Tempo Tribut zollen und den Kontakt abreissen lassen.

Kurz vor dem Ziel stürzte Kuhn dann auch noch unglücklich auf dem Asphalt. Glücklicherweise blieb es bei leichten Schürfungen. Trotz der verpassten Chance auf eine noch bessere Platzierung zeigte sich Kuhn mit seinem Abschneiden zufrieden: «Ich bin happy über Rang 6. Schade, dass ich nicht ganz bis zum Schluss mithalten konnte.» (eing)

Schwingen: Kempf-Brunner holt auch am zweiten Fest den Kranz

Einen guten Monat nach dem Saisonauftakt im freiburgischen Cousset fand am Samstag in Zetzwil im Aargau das zweite Kranzfest der Schwingerinnen statt. Den Sieg sicherte sich erneut die Walliserin Serena Anthamatten. Hatte sie in Cousset noch von einem gestellten Schlussgang zwischen der Riednerin Michelle Kempf-Brunner und der Schwyzerin Eveline Linggi profitiert, stand sie diesmal selber in diesem – und bodigte dort Linggi nach knapp fünf Minuten mit einem Schlungg. Es war der sechste Sieg für Anthamatten im sechsten Kampf des Tages, womit sie das Fest überlegen mit 1,25 Punkten Vorsprung gewann. Mit Kempf-Brunner (2019) und Isabel Egli (2024) bodigte die Walliserin auf dem Weg zum Triumph zwei Schwingerköniginnen.

Apropos Kempf-Brunner: Die 28-Jährige aus Rieden zeigte auch in ihrem zweiten Fest nach der einjährigen Babypause eine starke Leistung. Nach Rang 2 in Cousset wurde es diesmal Rang 3 – womit sie erneut einen der begehrten Kränze gewann. Im ersten Gang unterlag Kempf-Brunner der späteren Festsiegerin, danach reihte sie vier Maximalnoten aneinander, ehe sie sich im sechsten Gang gegen die Nicht-Kranzerin Audrey Ayer mit einem Gestellten zufriedengeben musste.

Als nächstbeste Schwingerinnen des Frauenschwingclubs Linth folgten Evelyn Steiner, Sereina Widmer und Petra Zahner auf den Rängen 10, 11 und 13 (alle ohne Kranz).

Erfreulich: Durch Celina Zahner (6. Rang Meitli 1) und Jenny Mettler (3. Rang Meitli 2) gab es für den Frauenschwingclub Linth in Zetzwil neben Kempf-Brunners Kranz auch noch zwei Zweige zu feiern. (su)